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Der Energiekrise zum Trotz: Augsburg will nicht auf Weihnachtsbeleuchtung und Light Night verzichten

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Von: Thomas Eldersch

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Weihnachtsbeleuchtung und Lichtinstallationen trotz Energiekrise? Für die Stadt Augsburg kein Widerspruch. Sie will wieder zurück zur Normalität.

Augsburg – Erwartet uns in Bayern ein dunkles Weihnachten? Die Energie- und Gaskrise liegt wie ein dunkler Schleier über dem Land. Haushalte sind angehalten worden, Strom zu sparen. Und auch der Staat sowie die Kommunen machen mit. In vielen Städten werden bereits in der Nacht die Lichter abgeschaltet – also Gebäude werden nicht mehr beleuchtet oder Schaufenster bleiben dunkel. Weihnachten ist aber doch das Lichterfest und das will sich Augsburg nicht nehmen lassen – trotz Energiekrise.

Weihnachtsbeleuchtung in Augsburg trotz Energiekrise

Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe, dann sollte in jeder Kommune nur ein beleuchteter Weihnachtsbaum stehen. „In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, wie auf die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird“, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Weiter fügte er hinzu: „Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom – so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht.“

In Augsburg will man trotz Energiekrise auch dieses Jahr nicht auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten.
In Augsburg will man trotz Energiekrise auch dieses Jahr nicht auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten. © Manfred Angermayr/imago

Die schwäbische Bezirkshauptstadt Augsburg will sich aber ihren Weihnachtszauber nicht nehmen lassen. Man wolle nach den zwei Corona-Jahren wieder zur Normalität zurückkehren. Deshalb soll auch der schon zwei Jahre ausgefallen Christkindlesmarkt wie gewohnt stattfinden – und das komplett ohne Beschränkungen. Bereits Ende Oktober soll mit dem Aufbau begonnen werden. Der Augsburger Allgemeinen sagte Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle: „Die Weihnachtsbeleuchtung wird es auch in diesem Winter in gewohnter Form geben.“ Sämtliche Elemente seien komplett auf moderne und stromsparende LED-Technologie umgestellt, was zu einem vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch führe.

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Weihnachtsbeleuchtung und Light Night: Augsburg trotzt der Energiekrise

Ein anderes – zunächst nicht in die Zeit passen wollendes Event – soll ebenfalls dieses Jahr stattfinden: die Light Night. Dabei sollen an drei Abenden im Oktober Gebäude in Augsburg mit besonderen Lichtshows bestrahlt werden. Es soll Videos, 3D-Animationen und künstlerische Installationen geben, schreibt die Augsburger Allgemeine. Das Spektakel soll vom 21. bis 23. Oktober von 19 bis 23 Uhr über die Bühne gehen. Dazu soll am Freitag, 21. Oktober auch noch die lange Einkaufsnacht Bürger und Besucher bis 23 Uhr in die Geschäfte locken.

Für Hübschle ebenfalls kein Problem. Er verriet der Allgemeinen: „Die beauftragten Künstlerinnen und Künstler sowie Technikerinnen und Techniker setzen hier modernste Technik ein, sodass eine maximale Energie- und Kosteneinsparung gewährleistet ist.“ Man gehe davon aus, dass sich die Kosten lediglich im „niedrigen dreistelligen Bereich“ abspielen werden. Dazu soll der Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien kommen. Zur langen Verkaufsnacht sagte der Wirtschaftsreferent: „Mit der Corona-Pandemie haben Tourismus, Gastronomie und Handel eine schwere Krise hinter sich gebracht. Sie sind dringend, auch im Hinblick auf die weiterhin unabsehbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise, auf Kundenfrequenz angewiesen.“ (tel)

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