Straftat vorgetäuscht

Entführung erfunden - drei Unschuldige hinter Gitter

Neu-Ulm - Eine Frau (34) hat die Entführung ihres Freundes erfunden. So wurden die Eltern und der Bruder des mutmaßlichen Opfers fälschlicherweise festgenommen.

Wie die Polizei am Freitag berichtete, hatte die 34-Jährige aus dem Kreis Neu-Ulm behauptet, die Angehörigen hätten ihren 23 Jahre alten Lebensgefährten in ein Auto gezerrt und mitgenommen. Angeblich sollte so die Hochzeit des 23-Jährigen verhindert werden.

Da der Bruder des Mannes in München lebte, nahm die Kripo die drei Angehörigen in der Landeshauptstadt fest. Einen Tag später setzte ein Ermittlungsrichter in Neu-Ulm die Eltern und den Bruder aber wieder auf freien Fuß.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass in Wahrheit die 34-Jährige ihrem Freund den Kontakt zu dessen Familie verwehrte. Die Eltern des Mannes hatten sich Sorgen gemacht und waren aus Bulgarien nach Bayern gereist, um nach ihrem Sohn zu schauen.

Gegen die Frau wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat und falscher Verdächtigung ermittelt. Außerdem droht ihr, dass sie die Kosten der polizeilichen Ermittlungen zahlen muss.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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