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Ermittlungen wegen Bundeswehr-Ekelritualen eingestellt

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Die Bundeswehr fordert Konsequenzen für den Missbrauchskandal bei den Gebirgsjägern. © dpa

Mittenwald - Die im Februar bekanntgewordenen Ekel-Rituale bei den Bundeswehr-Gebirgsjägern in Mittenwald haben nach Medienberichten keine strafrechtlichen Konsequenzen.

"Ein Tatnachweis zur Körperverletzung konnte nicht erbracht werden. Wir haben die Ermittlungen eingestellt“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II der "Bild am Sonntag".

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Laut dem Bericht wurden auch keine Disziplinarstrafen verhängt. Die Verantwortlichen des Hochgebirgszugs beim Gebirgsjägerbataillon 233 seien aber in andere Standorte versetzt worden. Von der Staatsanwaltschaft war am Sonntag zunächst keine Bestätigung zu erhalten.

Die Justiz und auch die Bundeswehr selbst hatte gegen mehrere Soldaten ermittelt, nachdem ein Wehrpflichtiger sich beim damaligen Wehrbeauftragten über menschenunwürdige Rituale beklagt hatte. Vorgesetzte des Hochgebirgsjägerzuges hätten ihn gezwungen, bis zum Erbrechen Alkohol zu trinken, Rollmöpse mit Frischhefe und rohe Schweineleber zu essen.

Die Gebirgsjäger gelten als Elitetruppe der Bundeswehr. Ihnen gehörte einst auch der heutige Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) an.

dpa

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