In München

Eröffnung des NS-Dokuzentrums: "Erinnerung bleibt Verpflichtung"

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Am Donnerstag findet die offizielle Eröffnungsfeier des NS-Dokuzentrums in München statt. Für die Besucher ist ab 1. Mai geöffnet.  

München - Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat anlässlich der Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums in München an die Geschichte Münchens als Hauptstadt der Bewegung erinnert.

Das Dokuzentrum „lässt uns nachvollziehen, wie eine weltoffene Kulturmetropole sich zu einem Sammelbecken antisemitischer und nationalistischer Kräfte entwickeln konnte, wie aus gewöhnlichen Menschen Vollstrecker einer menschenverachtenden Ideologie werden konnten“, sagte Grütters am Mittwoch. Sie wird am Donnerstag, dem 70. Jahrestag der Befreiung Münchens durch die Alliierten, zur Eröffnung des Dokuzentrums erwartet.

Die Nazi-Verbrechen aufzuarbeiten, ihrer Opfer zu gedenken und die Erinnerung wach zu halten bleibe für Deutschland Verpflichtung, sagte Grütters. Die Baukosten für das Zentrum in Höhe von 28,2 Millionen Euro haben Bund, Freistaat und die Landeshauptstadt zu je einem Drittel getragen. Zur Eröffnung werden 200 Gäste erwartet.

Das NS-Dokuzentrum steht genau dort, wo Hitler seine Macht konzentrierte: An der Stelle befand sich früher das Braune Haus, die NSDAP-Parteizentrale. Zum Norden hin steht der frühere Führerbau, heute Sitz der Musikhochschule, zum Süden hin der frühere Verwaltungsbau der Partei. Gegenüber am Königsplatz ließ Hitler sich in Aufmärschen feiern.

dpa

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