Prozess wird neu aufgerollt

Erwürgte Arzt seine Frau? BGH hebt Freispruch auf

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Der BHG kassierte jetzt das Urteil des Landgerichts in Landshut ein.

Landshut - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Freispruch für einen Mediziner aus Erding vom Vorwurf des Totschlags aufgehoben. Nun muss der Prozess neu aufgerollt werden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Freispruch für einen Mediziner aus Erding vom Vorwurf des Totschlags aufgehoben. Das Landgericht Landshut muss nun erneut über den Fall verhandeln, teilte eine Sprecherin des BGH in Karlsruhe am Montag mit und bestätigte damit Medienberichte. Dem Frauenarzt war vorgeworfen worden, im Dezember 2013 seine 60 Jahre alte Frau im gemeinsamen Haus zuerst brutal verprügelt und dann erwürgt zu haben.

Richterin kritisiert Polizeiarbeit

410 Tage saß der Arzt in Untersuchungshaft. Im Januar sprach das Landgericht den 55-Jährigen nach einem langwierigen Indizienprozess frei - aus Mangel an Beweisen. Nach Ansicht der Kammer war die Schuld des Gynäkologen nicht zweifelsfrei erwiesen. Die Vorsitzende Richterin hatte in dem Urteil vor allem die Polizeiarbeit kritisiert. So waren Spuren unsachgemäß oder gar nicht gesichert worden.

Die Staatsanwaltschaft und Nebenkläger legten Revision gegen das Urteil ein. Es wurden rechtliche Fehler in der Beweisführung gerügt. Nach dem Urteil des BGH muss der Fall nun von einer anderen Kammer des Landgerichts neu aufgerollt werden. Ein Termin ist nach Angaben eines Gerichtssprechers noch nicht absehbar.

dpa

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