Kühe liegen im eigenen Kot

Ex-Minister Ertl: Familie wegen Tierquälerei angeklagt

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Im Stall dieses Bauernhofs im Landkreis Landsberg herrschten offenbar üble Zustände.

Landsberg - Ausgerechnet der Sohn und die Witwe von Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl müssen sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Die Kühe auf ihrem Hof waren abgemagert und mussten im eigenen Kot liegen.

Dem Landwirt (54) und seiner Mutter (89) wird vorgeworfen, mindestens 15 Kühe ihres Bauernhofs im Kreis Landsberg unzureichend ernährt zu haben. Die Tiere seien abgemagert und verdreckt gewesen. Sieben Kühe sollen aufgrund der Zustände sogar verendet sein.

Im vergangenen Jahr führte das Veterinäramt des Landratsamts dort Kontrollen durch. Die Tiere hatten laut Zeugen keine trockenen Liegeflächen und standen tief in ihrem eigenen Mist. Insgesamt machte der Hof offenbar einen desolaten Eindruck.

Die beiden Angeklagten boten verschiedene Erklärungen wie verunreinigtes Trinkwasser an. Dadurch hätten die Kühe ihr Futter nicht ausreichend verwerten können. Zur Verschmutzung erklärte die 89-Jährige voller Überzeugung, es mache Kühen nichts aus, im eigenen Kot zu liegen. „Das ist ja schön warm.“ Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Ulrike Osmann

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