Polizei ermittelt weiter

Fall Peggy: Haus in Lichtenberg durchsucht

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München - Seit 13 Jahren lässt der rätselhafte Fall Peggy das beschauliche Lichtenberg nicht zur Ruhe kommen. Und auch wenn sich zurzeit mit dem Landgericht Bayreuth die Justiz zum zweiten Mal bemüht, Licht in den Nebel des 7. Mai 2001 zu bringen, ermittelt die Polizei unvermindert weiter!

Jetzt schreckte erneut eine Durchsuchung das Burgstädtchen auf: Bei Aufräumarbeiten war einem Anwohner am Marktplatz eine Kiste mit alten Waffen und Pornos in die Hände gefallen. Er alarmierte sofort die Kripo, die das Haus unter die Lupe nahmen. Es liegt nur wenige 100 Meter von Peggys ehemaliger Wohnung entfernt – in unmittelbarer Nachbarschaft hatte die Polizei vor einem Jahr einen Garten umgraben lassen. Die Hoffnung, dort auf die möglicherweise verscharrte Leiche der Neunjährigen zu stoßen, erfüllte sich nicht. In dem jetzt durchsuchten Anwesen will der neue Besitzer Stefan P. einen Coffee-Shop einrichten. 2001 lebte er noch nicht in Lichtenberg. Damals gehörte das Haus Klaus und Horst W.

Auch der im Moment vorm Landgericht Bayreuth angeklagte Ulvi Kulac (36) soll bei ihnen verkehrt haben – und sogar einmal ein Pornovideo mit ihnen geschaut haben. Das jedenfalls ergaben die Ermittlungen der Soko 1 bereits 2001. Schon damals gab es aber keinerlei Hinweise auf kinderpornografisches Material. Auch diesmal: Fehlanzeige! Laut Staatsanwaltschaft Bayreuth zeigten die sichergestellten Video- und CD-Hüllen nur „normale“ pornografische Aufnahmen. „Und nichts mit Peggy“, so ein Ermittler zur tz. Die Waffen werden derzeit noch untersucht.

Momentan überprüft die zehnköpfige Ermittlungsgruppe die Alibis von drei weiteren Personen, die neben Ulvi K. mit dem Verschwinden von Peggy in Verbindung gebracht werden. Im Fokus steht mit Jens B. (41) ein ehemaliger Nachbar des Mädchens. Er streut seit Jahren Gerüchte und Verdächtigungen gegen Peggys Mutter, ihren Vater – und sogar gegen den eigenen Bruder, einem verurteilten Kinderschänder.

tz

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