Polizei ermittelt

Falsche Fuffziger an Tölzer Schule

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Einen gefälschter 50-Euro-Schein (Archivbild).

Bad Tölz - Am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium in Bad Tölz soll ein Schüler am Kiosk Falschgeld in Umlauf gebracht haben. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Am Donnerstag waren zwei falsche 50-Euro-Scheine aufgetaucht, wie Schulleiter Dr. Harald Vorleuter bestätigte. „Wir konnten relativ schnell he­rausfinden, wer sie mitgebracht hat“, sagt der Oberstudiendirektor. Er habe sich umgehend an die Polizei gewandt und seine Schüler und Lehrer per Durchsage darüber informiert, dass an der Schule Falschgeld im Umlauf sei.

Nach der Version der Tat, die dem Tölzer Kurier zu Ohren gekommen ist, soll ein Schüler ein jüngeres Kind dazu angestiftet haben, mit einem falschen Fünfziger am Schulkiosk eine Kleinigkeit zu kaufen. Als Belohnung soll der Jugendliche dem Buben zehn Euro versprochen haben, das restliche Wechselgeld hat er wohl in die eigene Tasche gesteckt. Beim zweiten Mal sollen dem Kleinen jedoch Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns gekommen sein: Er wandte sich an einen Lehrer seines Vertrauens, wodurch die ganze Geschichte aufflog. Schulleiter Vorleuter will diese Geschichte weder bestätigen noch dementieren.

Die Blüten sind gar nicht schlecht gemacht: „Auf den ersten Blick hätte ich nicht erkannt, dass es sich um Falschgeld handelt“, sagt Vorleuter. „Mir ist nur aufgefallen, dass das Papier sehr labbrig ist.“ Erst bei genauerem Hinsehen habe er bemerkt, dass zum Beispiel das Wasserzeichen fehlt. Für Vorleuter gilt die Unschuldsvermutung: „Wir warten jetzt erst einmal die Ermittlungen ab.“

Zuständig ist die Kripo Weilheim. Sollte der Schüler im größeren Stil Falschgeld im Umlauf gebracht haben, wäre sogar das Landeskriminalamt zuständig. Da­rauf deute zum jetzigen Zeitpunkt aber nichts hin, betont Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern. Man müsse nun erst einmal die Befragungen abwarten. Dabei müsse vor allem geklärt werden, ob der Beschuldigte die falschen Fünfziger selbst hergestellt hat. Zudem geht es auch um die Frage, ob es sich um einen Dummen-Jungen-Streich handelt, oder ob echte kriminelle Energie hinter dem Vorfall steckt.

Direktor Vorleuter hat mit seinem Schüler gesprochen: „Er ist sehr betroffen.“ Das gilt auch für ihn selbst: „Ich bin schon lange im Geschäft, aber mit so etwas war ich noch nie konfrontiert.“

S. Scheder

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