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Familiendrama von Burkardroth vor Gericht

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Schweinfurt/Burkardroth - Vor dem Landgericht Schweinfurt wird von diesem Mittwoch an über das Familiendrama von Burkardroth, bei dem ein 36-Jähriger seine Frau erstochen hat, verhandelt.

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In der Gemeinde im Landkreis Bad Kissingen an der hessischen Grenze soll ein Mann an Silvester 2009 seine Ehefrau und Mutter von vier Kindern erstochen haben. Die Staatsanwalt wirft dem 37-Jährigen Mord vor. Als Motiv nennt die Anklagebehörde Scheidungsabsichten der Frau. Der Angeklagte stellte die Tat dagegen als Unfall dar.

Ein Bekannter, vermutlich der Freund der 36-Jährigen, hatte kurz nach Mitternacht der Polizei in Fulda mitgeteilt, dass der Mann seine Frau erstochen habe und mit seinem Auto unterwegs sei. Beamte fanden die Frau wenig später tot im Schlafzimmer. Sie war durch einen Stich in den Hals gestorben. Die vier minderjährigen Kinder hatten die Bluttat nicht mitbekommen.

Die Polizei leitete noch in der Nacht eine Großfahndung ein. Gegen 4.45 Uhr erreichte die Polizei in Würzburg dann die Nachricht ihrer hessischen Kollegen, dass der Gesuchte mit seinem Wagen auf der Autobahn 5 im Hochtaunuskreis ohne fremde Beteiligung gegen die Mittelleitplanke gekracht war. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, die aber offenbar nicht von dem Unfall stammten. Im Wagen fanden die Beamten ein Messer, mit dem er sich die Verletzungen vermutlich selbst beigebracht hatte.

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil ist für den 24. September geplant

dpa

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