TV-Übertragung findet statt

Fastnacht in Franken: Faschingsvereine trotzen der Corona-Krise - „A bissle was geht immer“

Eine Narrenkappe.
+
Die fünfte Jahreszeit steht bevor - aufgrund des Lockdown lights gibt es auch einen Fasching light. (Symbolbild)

Aufgrund der Corona-Krise befindet sich Deutschland im Lockdown light. Nun steht die fünfte Jahreszeit bevor - es gibt wohl einen Fasching light.

  • Die Faschingsvereine in Franken trotzen der Corona-Pandemie.
  • Im Lockdown light soll es nun einen Fasching light geben.
  • Auch die „Fastnacht in Franken“, die der Bayerische Rundfunk überträgt, findet statt.
  • Hier finden Sie die Corona-News aus Bayern. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen im Freistaat.

Veitshöchheim - Deutschland befindet sich im November in einem Lockdown light. Grund sind die gestiegenen Corona*-Fallzahlen. Am 11.11 um 11.11 Uhr beginnt normalerweise die fünfte Jahreszeit - in diesem Jahr ein Fasching light.

Fasching/Coronavirus in Bayern: Fünfte Jahreszeit beginnt - „Es ist extrem belastend“

Rathaus-Stürme würde es in diesem Jahr beispielsweise nicht geben, wie Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbands Franken (FVF) sagte. Traditionell besetzen die Narren um genau 11.11 Uhr symbolisch die örtlichen Rathäuser. Aufgrund der Corona*-Beschränkungen fallen auch Saal-Veranstaltungen aus.

„Für alle, die ehrenamtlich in Vereinen tätig sind, ob das Trainer, Betreuer, Tänzer, Kinder sind - es ist extrem belastend, weil man ausgebremst worden ist“, sagte Anderlik. Garden und Büttenredner hätten beispielsweise das ganze Jahr über trainiert. Für Kinder seien die Auftritte bei Prunksitzungen ein Highlight.

Fasching in Corona-Zeiten und Lockdown light: „A bissle was geht immer“

Die ganze Narretei absagen wollten fränkische Vereine aber nicht. Sie telefonierten Kommunen und Bürgermeister ab, um Alternativen zu finden. „Gerade während dieser „Herbst-Winter-Depression“ ist es wichtig, dass Freude unter die Menschen kommt“, sagte Anderlik.

30 mainfränkische Faschingsvereine haben sich daher zur Aktion „A bissle was geht immer“ zusammengetan. Geplant ist unter anderem, Video-Aufzeichnungen von Prunksitzungen online zu zeigen. Für 1,11 Euro kann ein Zugang zur Aktion erworben werden. Der Erlös kommt dem Malteser Wünschewagen zugute.

Video: Der Karneval ist abgesagt - jedenfalls so wie man ihn kennt

Fasching in Corona-Zeiten?„Der positive Wille, etwas umzusetzen und sich zu zeigen, ist da“

Auch Vereine in Ober- und Mittelfranken nutzen Ideenkraft und -reichtum, um individuelle Lösungen zu finden. „Der positive Wille, etwas umzusetzen und sich zu zeigen, ist da“, sagte Anderlik. Das sei auch wichtig, ansonsten bestünde die Gefahr, dass Vereinsmitglieder auch zukünftig daheim bleiben.

„Uns ist zum einen wichtig, dass sich jeder an die Vorgaben hält, damit wir diese Entwicklung stoppen und die Pandemie* zu einem Ende kommt“, sagte Anderlik. „Und zum anderen, dass die aktiven Vereinsvorsitzenden weiterhin Optimismus und positives Herangehen zeigen, nach Lösungen suchen und nicht aufgeben.“

Genauso bleibt Anderlik positiv: „Wollen wir hoffen, dass der November dazu führt, dass wir einen vernünftigen Jahresabschluss haben, dass wir die Advents- und Weihnachtszeit genießen können und in kleinerer Montur Anfang des Jahres Brauchtum feiern können.“

Coronavirus in Bayern: „Fastnacht in Franken“ findet statt - BR-Sendung soll Zuschauer unterhalten

Anderlik freut sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg besonders, „dass der Fastnacht-Verband Franken mit seinem langjährigen Partner, dem Bayerischen Rundfunk, seit Monaten in intensiven Planungen Konzepte entwickelt, die eine Produktion aller Sendungen der Fernsehfastnacht ermöglichen soll“ und fügt an: „Wir sind uns der großen Herausforderung bewusst und möchten so wieder Millionen und Zuschauerinnen und Zuschauern fröhliche und heitere Stunden in die Wohnzimmer bringen.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war oft - auch 2014 - verkleidet zu Gast bei Fastnacht in Franken.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder* ist regelmäßiger Gast bei Fastnacht in Franken. 2014 kam er als Shrek, seine Frau war als Prinzessin verkleidet. 2016 trat er als Edmund Stoiber auf und 2018 als Prinzregent Luitpold. Auch als Gandalf (2010), Marilyn Monroe (2013) oder als Homer Simpson (2017) zeigte er sich dort bereits. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Kommentare