1. tz
  2. Bayern

Corona-Schock bei Fußballern im Kreis Erding: Steckte infizierter Spieler Teamkollegen an?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dieter Priglmeir

Kommentare

Der FC Finsing (in Schwarz) bei einem Testspiel gegen den FC Lengdorf Ende August 2020
Der FC Finsing (in Schwarz) bei einem Testspiel gegen den FC Lengdorf Ende August 2020. © Riedel

Beim FC Finsing ist das Corona-Virus ausgebrochen. Es kursieren Gerüchte, dass ein Spieler trotz Positiv-Test an einem Spiel und einer Party teilgenommen hat.

Mehrere Fußballer des FC Finsing (Landkreis Erding) sind positiv auf Corona getestet worden. Das teilte der Verein mit. „Gott sei Dank hat bisher niemand ernsthafte Symptome. Ich hoffe, dass das auch so bleibt“, sagte Vorsitzender Dieter Heilmair, der auch die Gemeinde in Kenntnis gesetzt hat.

Beim ersten Infizierten handelt sich laut Heilmair nicht um einen Urlaubsrückkehrer. Er sei gerade deshalb zu Hause geblieben, weil er eben das Risiko einer Ansteckung minimieren wollte und müsse sich im privaten oder beruflichen Umfeld infiziert haben – „aber nicht bei einer Vereinsveranstaltung“, denn das Hygienekonzept des Vereins habe bisher „tadellos gegriffen“.

Corona-Fälle beim FC Finsing: Verein ergreift nach positiven Tests sofortige Maßnahmen

Bereits am Montag sei der Fall bekannt geworden, meldet der FC Finsing. Daraufhin habe der Vorstand beschlossen, den Trainings- und Spielbetrieb aller Herrenmannschaften sowie der A-Jugend der JFG Speichersee mit sofortiger Wirkung einzustellen. „Nachdem nunmehr noch weitere positive Tests von aktiven Spielern gemeldet wurden, wird diese Maßnahme bis einschließlich Sonntag, 13. September, verlängert“, teilte der Verein mit.

Die Anzahl der betroffenen Spieler wollte der FC nicht nennen. „Das macht keinen Sinn, weil noch nicht alle Testergebnisse vorhanden sind“, sagt Heilmair. Gerüchte, wonach der besagte Spieler wissentlich als positiv Getesteter ein Testspiel bestritten und dann noch eine Party besucht habe, bezeichnete Heilmair als „totalen Nonsens“. Das wäre ein absolutes No-Go, passe nicht zu dessen Charakter und wäre auch in der zeitlichen Abfolge nicht stimmig. Der Spieler habe, ohne von der Ansteckung mit Corona* zu wissen, die Partie gegen die BSG Taufkirchen bestritten, weshalb der Verein nun auch die Vilstaler informiert habe. Zudem sei über den Spielleiter der Schiedsrichter in Kenntnis gesetzt worden.

Fußballer im Kreis Erding mit Corona infiziert: Vorsitzender des FC Finsing mit eindringlichem Appell

Der Verein werde „alles Notwendige veranlassen, damit wir weitere Ansteckungen möglichst vermeiden können“, beteuert Heilmair. So werden auch die Finsinger Kleinfeldmannschaften sowie die JFG-Teams, die keine Schnittmenge zu den Herrenmannschaften haben, bis einschließlich 9. September den Sportbetrieb einstellen. „Notfalls auch länger“, kündigt Heilmair an. Zudem appelliert er an die nicht betroffenen Aktiven, sich in den nächsten zehn Tagen von privaten Feiern fernzuhalten.

„Wir sind mit den Betroffenen in Kontakt und unterstützen, wo wir können.“ „Bei der Entscheidung, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, muss und wird die Gesundheit der Trainer und Aktiven selbstverständlich im Vordergrund stehen“, betont Heilmair. Dass sich die Auszeit negativ auf die Vorbereitung auf den Re-Start der Fußballsaison auswirken könnte, beschäftigte ihn „nicht mal sekundär“. *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netwerks

Auch interessant

Kommentare