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Ferkel tot - Opfer eines Nachbarschaftsstreits?

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Von: Markus Christandl

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Fritz Deutschenbaur trauert um Olga (hier noch lebend), die erstochen worden sein soll © privat

Bibertal - Fritz Deutschenbaur (65) aus Bibertal musste miterleben, wie sein Ferkel Olga vor seinen Augen verendete. Nun gibt es einen schlimmen Verdacht: Wurde das Tier getötet?

Vom süßen Ferkel Olga gibt es viele Fotos; eines etwa, keine drei Monate alt, zeigt das Tier mit gleichaltrigen Geschwistern an den Zitzen der Mutter saugen. Glücklich

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Fritz Deutschenbaur © privat

e Sau, putzige Ferkel – doch das ist seit dem Wochenende vorbei, als ihr Besitzer Fritz Deutschenbaur (65) aus Bibertal (Kreis Günzburg) miterleben musste, wie die Woll-Wildschweinmischung Olga vor seinen Augen verendete. „Schrecklich war das“, sagt der Schweinefreund. „Mit jedem Herzschlag ist eine Fontäne Blut aus einer Wunde g’schosse.“

Deutschenbaur hat auf seinem Firmengelände viele Viecherl: Pferde, Hund, Katzen, Schweine. Letztere haben es ihm besonders angetan. Umso härter trifft ihn der plötzliche Tod – wurde das junge Schwein gar Opfer eines lang schwelenden Nachbarschaftsstreits? Es gibt einen Zeugen der vermeintlichen Tat, einen Rumänen, der für Deutschenbaur Gabelstapler fährt. Der Arbeiter hatte am Samstag laut seiner Aussage drei Männer beobachtet, die auf einem in der Nachbarschaft liegenden Gelände auf Olga eingestochen hätten. „Mit einem Spieß und Stöcken“, wurde seine Beobachtung zunächst ins Deutsche übersetzt.

Fritz Deutschenbaur wusste sofort, um wen es da ging – um die Leute, mit denen er schon lange einen Disput austrägt. Er hat Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung gestellt. Das zuständige Polizeipräsidium Schwaben/Südwest berichtet von der Befragung eines der mutmaßlichen Täter zu dem Vorwurf. „Der Beschuldigte streitet dies ab“, sagte Polizeisprecher Robert Graf. Der Mann gab vielmehr an, er habe das Schwein nur vom Hof vertrieben.

Doch damit sind die Ermittlungen nicht beendet, denn: Deutschenbaur lässt die tote Olga in der Münchner Pathologie obduzieren. Ein Ergebnis erwartet der Schwabe in zwei Wochen. Die Kosten hierfür übernehme die Tierseuchenkasse, in die er ja einzahle. In der Rechtsmedizin lässt sich jedenfalls zweifelsfrei klären, wie die junge Olga ums Leben gekommen ist; kaum drei Monate, nachdem das Schwein geworfen wurde.

mc

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