Er spricht über die Botschaft

Das ist der Flaschenpost-Absender

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Geheimnis gelüftet: Ruben Mahrla ist der Absender

Bad Tölz - Tagelang wurde gerätselt, jetzt steht fest, wer der Flaschenpost-Absender aus Bad Tölz ist: Es ist Ruben Mahrla aus Puchheim. Der 33-Jährige zeigt sich jetzt zum ersten Mal und spricht über die Botschaft.

Er sagt: „Die Flaschenpost war ein letzter Gruß an meinen verstorbenen Vater.“

Die kleine Laura aus Wien hatte die Flaschenpost beim Planschen an der Isar in Bad Tölz diese Woche gefunden. Die Bilder und die Briefe auf Englisch gaben der stolzen Finderin und ihren Eltern Rätsel auf. Woher stammte die geheimnisvolle Flaschenpost? Etwa aus England? Nein! Puchheim im Kreis Fürstenfeldbruck ist der Heimatort von Ruben Mahrla. Sein Vater Werner starb im März an Krebs. Als letzten Gruß schickte der Einkäufer nun diese liebevolle Abschiedspost mit Fotos, die an die gemeinsame Zeit erinnern.

„Das passt zu Ruben“, sagt seine Schwester Katharin. „Für ihn war diese Flaschenpost ein letztes Goodbye.“ Sie und ihr Bruder wuchsen zweisprachig auf, die Mutter stammt aus England. Das erklärt auch, warum der Brief in der Flasche auf Englisch verfasst war. Der 33-Jährige und seine Schwester hatten sich bis zuletzt um ihren Vater gekümmert.

Gisela Hammerschmidt (50), Wirtin der Kneipe Mausefalle in Fürstenfeldbruck, erkannte Rubens Vater in der tz sofort: „Der Werner war oft in unserem Stammstüberl.“ Als sie die Bilder in der tz sah, dachte sie: „Das muss Post aus dem Jenseits sein.“ Doch die tz klärte auf: Es war nur ein wundervoller Abschied von einem Sohn an seinen Vater.

js/aw

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