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Menschenmassen nicht zu stoppen

Flüchtlinge finden neue Routen zur Einreise

In Kolonnen marschieren die Flüchtlinge durch Simbach. Rechts ein Schild, das den Weg nach Ering weist.

Freilassing - Die Grenzkontrollen wie etwa an der A8, in Kiefersfelden oder Freilassing und Passau zeigen zwar Wirkung, doch gleichzeitig finden die Flüchtlinge neue, weniger frequentierte Wege, um in ihr Ziel Deutschland zu kommen. Es geht nun über den Grenzfluss Inn.

Es fing gleich am Montag an, dem Tag, als zum ersten Mal wieder an den Grenzen nach Österreich kontrolliert wurde. In Frauenstein (Oberösterreich) bemerkte dort Philip Drobar die ersten Grüppchen. Flüchtlinge, die über das 400 Meter entfernte Kraftwerk nach Ering (Kreis Rottal-Inn) und damit nach Deutschland gelangen wollten. „Seither kommen immer wieder welche vorbei“, sagt Drobar, der für die Väter, Mütter, Kinder und die Alleinreisenden Trinkwasser und Obst bereithält. Die Grenzkontrollen wie etwa an der A8, in Kiefersfelden oder Freilassing und Passau zeigen zwar Wirkung, doch gleichzeitig finden die Flüchtlinge neue, weniger frequentierte Wege, um in ihr Ziel Deutschland zu kommen. Es geht nun über den Grenzfluss Inn.

Den hatten in der Nacht auf Mittwoch schon gut 150 Flüchtlinge von Braunau aus nach Simbach überquert. Von Ering aus einige Kilometer flussaufwärts. In Kolonnen wurden die Menschen durch die Grenzstadt zur Turnhalle eskortiert. Die dient nun als Notunterkunft für rund 500 Asylsuchende. Die Bürger zeigten sofort große Solidarität. Viele brachten Decken, Wasser und Essen. Insgesamt wurden seit Dienstag entlang des Inns zwischen Passau und Simbach nur seit Dienstag mehr als 1000 Flüchtlinge aufgegriffen, von der Bundespolizei in Empfang genommen und zur Registrierung weitergeleitet.

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Die Flüchtlinge lassen sich also durch die Grenzkontrollen kaum stoppen. Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (51, CSU), gleichzeitig Präsident des Bayerischen Landkreistags, begrüßt die Kontrollen dennoch: „Die Einführung war die einzige Möglichkeit wieder ein geordnetes staatliches Handeln herzustellen. Das erfordert ausdrücklich auch unsere Sicherheit. Vor allem verschafft uns die Maßnahme Luft, was der starke Rückgang der Zahlen in den ersten Tagen zeigt.“

Inzwischen steigert sich der Zustrom aber wieder. Allein die Bundespolizei Rosenheim zählte gestern bis zum frühen Mittag 1300 Flüchtlinge. Am Dienstag waren es den ganzen Tag über rund 3500. Zum Vergleich: Am Montag waren es etwa 1200. Die meisten kamen nun zur Sammelstelle nach Freilassing. Von dort werden sie mit Sonderzügen auf Aufnahmestellen im ganzen Bundesgebiet verteilt werden.

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