Flüchtlinge in Würzburg: Neues Protestcamp

Würzburg - Iranische Flüchtlinge demonstrieren in Würzburg wieder mit einem Protestcamp gegen die Asylpolitik. Sie bauten am Donnerstag Pavillons und Feldbetten in der Fußgängerzone der Residenzstadt auf.

Der Aktivist Reza Almassi Moghaddam kritisierte eine lange Dauer von Asylverfahren, fehlende Deutschkurse und das weitgehende Arbeitsverbot. „Wir bleiben, bis wir unsere Antwort bekommen“, sagte er.

Ein Protestcamp in Würzburg war vor zwei Jahren der Auftakt zu einer Reihe von Flüchtlingsprotesten in vielen deutschen Städten gewesen. Damals waren Asylbewerber schließlich in einen Hungerstreik getreten und hatten sich die Münder zugenäht - solche Aktionen seien diesmal aber nicht geplant, sagte Almassi Moghaddam.

Anfangs wollen sich neun Asylbewerber an dem Dauer-Protest beteiligen und weitere Mitstreiter suchen. Die Kundgebung ist zunächst bis Ende Juni genehmigt, die Stadt hat Auflagen gestellt und erlaubt beispielsweise maximal zwei Pavillons, drei Betten und zwei Tische.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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