Einsatzkräfte fassungslos

SUV kracht in Leitplanke - verletzte Insassen filmen eigene Rettung: „Da schüttelst du nur den Kopf“

SUV-Unfall auf A73 bei Forchheim.
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SUV-Unfall auf A73 bei Forchheim.

Auf der A73 bei Forchheim hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Am Montagmittag (22. Juni) verlor ein Fahrer die Kontrolle über seinen SUV. Was dann geschah, macht sprachlos.

  • Auf der A73 bei Forchheim hat sich ein schwerer Unfall ereignet.
  • Die verletzten Insassen eines SUV mussten aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
  • Trotz Verletzungen schafften sie es noch, ihr Handy zu zücken.

Update vom 23. Juni, 12.03 Uhr: Seine eigene Rettung hat ein eingeklemmter Autofahrer auf der Autobahn 73 bei Forchheim gefilmt. „Als wir das Autodach abhoben, streckte sich uns plötzlich eine Hand mit Handy entgegen“, erzählte Werner Horsch von der Freiwilligen Feuerwehr am Dienstag. „Ich bin jetzt 22 Jahre Stadtbrandmeister, aber sowas ist mir noch nie passiert.“

Der 43-jährige Autofahrer war am Montag mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als er wegen eines langsameren Fahrzeugs abbremsen musste. Er verlor die Kontrolle, das Auto schleuderte rund 300 Meter über die Autobahn und prallte dabei mehrfach gegen die Mittel- und Leitplanke. Der Mann und seine 49-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt in ihrem Wagen eingeklemmt.

Die Feuerwehr musste das Autodach aufschneiden, um das Ehepaar zu bergen. „So ein Dach hat ein wahnsinniges Gewicht, das müssen wir auf jeder Seite mit drei, vier Mann stemmen“, sagte der Stadtbrandmeister. „Und dabei hält der Verletzte die Kamera auf sich, dann wieder auf uns. Da schüttelst du nur den Kopf.“ Ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzten in Krankenhäuser. Die Autobahn war für eine Stunde komplett gesperrt; nach Schätzung der Polizei entstand ein Sachschaden von 50.000 Euro.

Zu einem tödlichen Verkehrsunfall kam es auf der A8 bei Adelsried im Landkreis Augsburg. Eine Frau starb an der Unfallstelle - mehrere Personen wurden schwer verletzt.

Einsatzkräfte fassungslos: SUV kracht in Leitplanke - verletzte Insassen zücken Handy und filmen eigene Rettung

Erstmeldung vom 22. Juni, 15.46 Uhr

Forchheim - Unfassbare Szenen spielten sich am Montag (22. Juni) auf der A73 bei Forchheim ab. Gegen 12 Uhr am Mittag waren Feuerwehr und Rettungskräfte zu einem Unf all zwischen den Anschlussstellen Forchheim-Nord und Forchheim-Süd gerufen worden. Der Fahrer eines SUV hatte aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Dieser krachte daraufhin erst in die Mitte- und schließlich in die Außenleitplanke. Dabei schleuderte das Fahrzeug etwa 300 Meter weit über die Autobahn.

Eine Zeugin entdeckte im Landkreis Coburg ein verunglücktes Auto. Der schwer verletzte Fahrer lag neben seinem Wagen, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

SUV-Unfall auf A73: Fahrzeug bremst ab und kracht in Leitplanke

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Fahrer, offensichtlich ein ungarischer Staatsbürger, der mit seiner Ehefrau unterwegs war, mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur auf einen langsamer fahrenden Pkw aufgeschlossen war. Als er feststellte, dass er eine Kollision verursachen würde, habe er gebremst und dabei sein Stuer verrissen.

Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug schwer beschädigt, sodass die beiden Insassen, die sich bei dem Unfall verletzten, in dem Wagen eingeschlossen wurden. Um die beiden Verletzten, laut Informationen der Polizeiinspektion Bamber ein ungarisches Ehepaar, in ein Krankenhaus transportieren zu können, rückte die Feuerwehr mit einer Rettungsschere an, um das die Verletzten zu befreien. Diese wurden anschließend mit Verdacht auf Wirbelverletzungen in einem Rettungshubschrauber abtransportiert.

Ein zehnjähriger Junge wurde bei einem Unfall in Nürnberg verletzt. Die Polizei bemerkte eine Frau, die den weinenden Jungen mit ihrem Handy filmte.

SUV-Unfall auf A73: Verletzte filmen eigene Rettungsaktion

Besonders betroffen waren die Einsatzkräfte allerdings über das Verhalten der beiden Fahrzeuginsassen. Man habe heute zwar kein Problem mit Gaffern gehabt, so Polizeihauptkommissar Mathias Bauer, dafür hätten aber die Verletzten selbst das Handy gezückt. Dass das Ehepaar trotz Verletzungen und der misslichen Lage noch die Dreistigkeit besaßen ihre eigene Rettungsaktion zu filmen, habe die Einsatzkräfte sehr betroffen gemacht, so der Kommissar.

Die genaue Unfallursache, die bislang nur auf Vermutungen und den Aussagen der Verletzten beruht, muss nun ermittelt werden. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt rund 60.000 Euro. 

Tödliche Unfälle häufen sich: Mehrere junge Menschen sterben

Bei einem schweren Unfall auf der B299 bei Osterwies (Altötting) sind am Samstag (20. Juni) zwei junge Männer gestorben. Die Polizei vermutet als Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit. Gänzlich am Unfall unbeteiligt war hingegen ein 18-Jähriger Motorradfahrer aus Grafrath in Oberbayern. Eine Autofahrerin hatte ihn beim Abbiegen übersehen. Der Jugendliche hatte keine Überlebenschance.

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