Brief von Umweltministerin Scharf

Forderung: Illegale Verfolgung bedrohter Vogelarten stoppen

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Vom Aussterben bedroht: die Bekassine. In Europa dürfen die Vögel dennoch gejagt werden.

München - Europaweit werden bedrohte Vogelarten abgeschossen. Das prangert Umweltministerin Ulrike Scharf in einem Brief an Bundesumweltministerin Hendricks an. Es solle konsequenter vorgegangen werden.

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) fordert ein Ende des Abschusses bedrohter Vögel in der Europäischen Union. „Vielen bestandsgefährdeten Arten wird auf dem Zug oder im Winterquartier noch immer massiv nachgestellt. Selbst in der EU findet legale und illegale Verfolgung in beträchtlichem Ausmaß statt“, schrieb Scharf in einem Brief an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Damit würden sowohl bundesweite als auch bayerische Schutzbemühungen konterkariert. Hendricks solle sich deshalb auf EU-Ebene dafür einsetzen, die legale und illegale Verfolgung europaweit bedrohter Vogelarten einzudämmen.

Nach einer aktuellen Studie würden rund um das Mittelmeer jährlich etwa 25 Millionen Vögel illegal getötet - und dazu trügen auch EU-Staaten wie Italien, Griechenland und Frankreich maßgeblich bei, klagt Scharf. „Ich halte es für dringend geboten, die in Teilen der EU noch immer zugelassene Bejagung von stark bestandsbedrohten Arten generell zu hinterfragen und innerhalb der EU konsequenter gegen illegale Bejagung vorzugehen“, heißt es in ihrem Brief an Hendricks, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Andernfalls würden breit angelegte deutsche und bayerische Artenhilfsprogramme infrage gestellt. Dies betreffe insbesondere die Arten Kiebitz, Bekassine, Wiesenpieper und Ortolan.

dpa

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