Stundenlange Suche

Handylicht rettet Chinesin aus Bergnot

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Ein riesiges Aufgebot an Rettern suchte nach der vermissten Frau.

Schönau - Einen schönen Tag in den Bergen wollte sich eine 35 Jahre alte Chinesin an der Röthwand gönnen. Doch der Tag nahm eine böse Wende: Die Frau kam vom Weg ab - und löste eine große Rettungsaktion aus.

Gegen 17 Uhr am Mittwoch erreichte die Leitstelle Traunstein ein Notruf. Eine 35 Jahre alte Frau war an der Röthwand am Königssee in die Klemme geraten, da sie vom Weg abgekommen war. Das dramatische: Die Frau konnte nicht sagen, wo sie sich befand oder was ihr Ziel gewesen wäre.

Bergretter, Wasserwacht und zwei Rettungshubschrauber machten sich auf die Suche nach der in Frankreich lebenden Chinesin - doch stundenlang suchten sie vergebens. Immer wieder riss der Handykontakt mit der 35-Jährigen ab, außerdem fiel es ihr schwer, ihren genauen Aufenthaltsort zu beschreiben. Immer wieder machte sie widersprüchliche Angaben. Vier Suchmannschaften der Bergwacht durchkämmten sämtliche Steige rund um den Königssee - erfolglos.

Nach der Dämmerung wurden nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber auf den Weg geschickt.

Gegen 20.40 Uhr kam dann wieder eine kurze Telefonverbindung zu der verstiegenen Frau zustande. Sie sagte, einer der beiden Hubschrauber befände sich direkt über ihr. Doch welchen Hubschrauber sie sah, konnte sie nicht sagen  - dann brach die Verbindung erneut ab, der Standort konnte wieder nicht ermittelt werden.

Doch dann der entscheidende Moment: Nach der Dämmerung sahen die Retter zufällig das Handylicht der Dame oberhalb der Fischunkelalm leuchten. Zwei nachtflugtaugliche Hubschrauber machten sich auf den Weg, um 0.20 Uhr - nach fast acht Stunden Suche - wurde die Frau per Winde aus der Wand gerettet. 

Regen, Graupelgewitter, Kälte und Dunkelheit hatten ihr körperlich und psychisch zugesetzt. Sie wurde mit einer Unterkühlung in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht.

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