Schnellere Kontrollen mit zwei Spuren

Freilassing und Walserberg: Staus sollen ein Ende haben

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So ist die Situation heute: Einspurige Grenzkontrollen – und lange Staus.

Freilassing - Allen stinkt der Stau. Seit bei der Einreise aus Österreich an der Grenze kontrolliert wird, konnte man im Extremfall schon mal vier Stunden Wartezeit einkalkulieren. Das soll sich ändern:

In den nächsten Tagen wird jeweils eine zweite Spur eingerichtet, sodass es deutlich schneller gehen soll. Und zwar an den drei Autobahn-Grenzübergängen Passau-Suben, Kiefersfelden und bei Piding. Zudem soll auch der Übergang in Freilassing ausgebaut werden.

An den Autobahnen bei Passau-Suben und bei Kiefersfelden sollte es keine Probleme bei der Einrichtung einer zweiten Kontrollspur geben, weil dort genug Platz vorhanden ist. Der Osterreiseverkehr dürfte durch die Bauarbeiten nur minimal behindert werden.

Anders ist die Situation auf der A 8 bei Piding. Dort ist es zu eng, um eine zusätzliche Kontrollspur einzurichten, und auf die alten Grenzanlagen kann aus rechtlichen Gründen nicht ausgewichen werden. Da­rum hat man für die neue Kontrollstelle ein Gelände bei der Anschlussstelle Schwarzbach nahe dem Walserberg ausgesucht.

„Die Bäume sind gerodet, die Fläche ist vorbereitet“, heißt es bei der Autobahndirektion Südbayern auf Anfrage der tz. Man könne „relativ kurzfristig“ loslegen. Den Startschuss müsse jedoch die Bundespolizei geben. „Wir wollen das so schnell wie möglich durchziehen.“

Nach Informationen unserer Redaktion soll mit dem Bau noch in dieser Woche begonnen werden. Dann, so hofft man bei den zuständigen Stellen, werde der Osterreiseverkehr nur teilweise behindert. Denn die zusätzliche Spur wird es nur in Fahrtrichtung München geben. Bis zum Ende der Ferien (am 2./3. April) könnte der größte Teil der Arbeiten bereits beendet sein. „Es wird ein Provisorium“, heißt es bei der Autobahndirektion, aber es gehe ja vor allemn darum, „schnelle Entlastung zu schaffen“.

Dies soll auch durch Baumaßnahmen in Freilassing ermöglicht werden. Dort soll die Kontrollstelle von der Saalbrücke an der B 304 ein Stück weiter in Richtung Stadt verlegt werden. Zumindest in Hauptverkehrszeiten sollen dann zweispurige Grenzkontrollen möglich sein, womit die schlimmsten Staus vermieden werden. Urlauber, Pendler und die lokale Wirtschaft werden diese Pläne mit Freude vernehmen.

Brenner ist bald dicht

Der Grenzübertritt zwischen Deutschland und Österreich wird beschleunigt, dafür drohen weiter südlich bald Staus: Sobald der Osterreiseverkehr vorbei ist, soll in Österreich mit den Grenzkontrollen am Brenner begonnen werden. „Ab April, nach Ostern“, so ein Sprecher der Tiroler Landesregierung gegenüber der tz, werde an den Grenzen kontrolliert. Und zwar am Brenner, am Reschenpass und am Übergang Sillian. Damit solle dem Schleuserwesen Einhalt geboten werden. Die Kontrollen werden in Süd-Nord-Richtung bei der Einreise von Italien nach Österreich eingerichtet. 

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