Zeuge nicht glaubwürdig genug

Freispruch im Prozess um Auftragsmord an Ehefrau

Schweinfurt - Weil der Hauptbelastungszeuge keinen glaubwürdigen Eindruck machte, wurde am Freitag ein 43-Jähriger freigesprochen, der in Verdacht stand seine Ex-Frau umgebracht zu haben.

Das Landgericht Schweinfurt hat einen Mann von dem Vorwurf freigesprochen, er habe seine Frau von einem Bekannten umbringen lassen wollen. Der Hauptbelastungszeuge, ein ehemaliger „Bandidos“-Rocker, war den Richtern zu unglaubwürdig.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen versuchter Anstiftung zum Mord drei Jahre und zwei Monate Haft gefordert. Laut Anklage hatte der 43-jährige Unterfranke seine von ihm getrennt lebende Ehefrau aus dem Weg schaffen wollen, um den monatlichen Unterhalt zu sparen. Dazu habe der Schweinfurter einen Bekannten, den 38 Jahre alten Ex-Rocker, anstiften wollen und ihm 2500 Euro dafür geboten.

Übrig blieb von der Anklage aber nur das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Weil der Angeklagte im Justizgebäude im April einen Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ gerufen hatte, muss er 1200 Euro zahlen, wie die Richter am Freitag entschieden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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