Freizeitparks verschieben Eröffnung

Jetzt raubt uns der Winter auch den Spaß

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Die Wildwasserbahn im Freizeitpark Geiselwind musste verspätet in die Saison starten.

München - Der lange Winter macht auch vor den Freizeitparks nicht halt: Einige haben die Saisoneröffnung nach hinten verschoben, teilweise wird noch gemalert. Im Winterschlaf sind die Parks trotzdem nicht mehr.

Auch wenn der Frühling noch immer auf sich warten lässt, erwachen die bayerischen Freizeitparks aus dem Winterschlaf: Die meisten haben mit Beginn der Osterferien ihre Tore für die Besucher geöffnet, bei manchen verzögerte sich wegen des Wetters der Saisonstart. Der große Ansturm auf die Parks blieb wegen der eisigen Temperaturen bisher aber aus.

Der Erlebnispark Schloss Thurn im oberfränkischen Landkreis Forchheim war in dieser Saison bisher nur an etwa einem Viertel der geplanten Öffnungstage tatsächlich für die Besucher geöffnet. „Bei Temperaturen um die vier Grad und einem eisigen Ostwind geht man nicht in den Park und fährt Wildwasserbahn oder schaut sich eine Show im Freien an“, sagte Inhaber Benedikt Graf Bentzel. Auch der Freizeitpark Geiselwind in Unterfranken öffnete mit drei Tagen Verspätung: „Wir haben auch den Start um einige Tage verschoben und haben nun seit Ostermontag zähneknirschend geöffnet“, sagte Marketingleiterin Brigitte Mahr.

Der Allgäuer Skyline Park eröffnete zwar wie geplant am 23. März, musste aber nach einer Woche wegen des winterlichen Wetters wieder schließen. Die Enttäuschung darüber ist groß. „Die Osterferienwoche bringt uns niemand mehr zurück“, sagte Pressesprecherin Silke Möller-Combes. Im Playmobil Funpark in Zirndorf nahe Nürnberg nimmt man das Wetter mit Humor: „Wir haben zwar überlegt, ob wir noch einen Schneelift einbauen, aber tapfer wie wir sind, haben wir wie geplant zum Start der Osterferien am 23. März geöffnet“, berichtet Sprecherin Judith Weingart.

Verspätete Saisoneröffnung hin oder her, manchen scheint es für einen Besuch im Freizeitpark einfach zu kalt zu sein. „Nach dem Besucherrekord 2012 spüren wir zum Saisonstart 2013 die Auswirkungen der extrem kalten Witterung durchaus“, sagte Legoland-Sprecherin Sophia Henze. Auch in Unterfranken im Freizeitpark Geiselwind haben sich laut Marketingleiterin Mahr lediglich „einige Unentwegte“ blicken lassen. Den oberbayerischen Freizeitpark Ruhpolding haben laut Inhaber Ludwig Aigner vor allem zu Ostern viele Familien besucht. „Unsere Gäste sind Schnee gewöhnt“, meinte er. Die Saison dort sei gut angelaufen. Ähnlich wetterfest ist man auch in der niederbayerischen Westernstadt Pullman City: „Das Showprogramm mit Cowboys und Indianern findet seit dem 23. März wie vorgesehen draußen statt. Die Pferde laufen auch auf Schnee“, sagte Pressesprecher Marco Lebschi. Außerdem können sich die Besucher im Saloon aufwärmen.

In manchen Parks wurden die Preise erhöht: Im Legoland zahlen die Besucher künftig bis 1,50 Euro mehr als in der vergangenen Saison. Auch im Freizeitpark Ruhpolding kostet der Eintritt 2013 einen Euro mehr als 2012. Rabatte gibt es derzeit hingegen im Freizeitpark Geiselwind. Dafür müssen sich die Besucher auf Planänderungen einstellen: „Die exotischen Vögel sind noch in ihren Winterquartieren, viele Fahrgeschäfte starten erst mittags. Dafür ist es einfach zu kalt. Wenn wir früh kommen, ist auf der Wildwasserbahn noch Eis“. Außerdem seien Streich- und Gartenarbeiten noch nicht fertig.

Viele Parks versuchen in der laufenden Saison, mit neuen Attraktionen Besucher anzulocken: Im Playmobil Funpark gibt es neue Power-Paddel-Boote: „Die müssen die Kinder mit einer Drehkurbel selbst bewegen. Bei uns gibt es ja nichts zum Reinsetzen und Bewegenlassen“, sagte Sprecherin Weingart. Im Skyline Park im Allgäu erwartet die Besucher ein Slackline-Park, und im Sommer soll eine neue Achterbahn öffnen. Im Legoland können Besucher künftig in einem Jeep verschiedene Kammern eines altägyptischen Tempels erkunden.

Die Westernstadt in Eging am See (Landkreis Passau) lockt fast jedes Wochenende mit einem besonderen Motto. Vom 12. bis 14. April dreht sich zum Beispiel alles um die Indianer, ihre Geschichte und ihre Mythologie. Hinzugekommen sei im Freizeitpark Ruhpolding unter anderem das Generationenspiel „Maibaumkraxeln“, bei dem Kugeln gerollt werden und am Schluss ein Männchen einen Maibaum hinaufklettert. Im Erlebnispark Schloss Thurn habe man „kräftig investiert“, sagte Inhaber Bentzel. Es gebe etwa einen Holzerlebnisweg und einen Motorikpark, der auch für ältere Besucher geeignet sei.

dpa

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