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Fridays-for-Future-Demonstration in Ingolstadt: „Verkehrswende statt Weltende“

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Von: Katarina Amtmann

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Die Corona-Pandemie hat in den letzten Monaten viel überlagert - auch die Klima-Krise. Doch nun gab es wieder Demonstrationen von Fridays for Future, auch in Ingolstadt.

Ingolstadt - Seit über einem halben Jahr steht die Corona-Pandemie im Fokus und hat auch die Klimakrise überlagert. Am Freitag (25. September) machte die Bewegung Fridays for Future (FFF) wieder auf sich aufmerksam - auch in Ingolstadt*.

Fridays-for-Future-Demo in Ingolstadt: „Verkehrswende statt Weltende“

Die Aktivisten haben zu drei Kundgebungen zur selben Zeit aufgerufen. Damit sollten Menschenmengen in Pandemie-Zeiten vermieden werden, wie der Donaukurier berichtet. Trotz des trüben Wetters haben sich zahlreiche Teilnehmer auf dem Rathausplatz versammelt. Vor dem Stadttheater waren es zunächst deutlich weniger. Die kleine Schar vor der Franziskanerkirche löste sich bald auf und schloss sich der Protestgruppe vor dem Theater an, wie der Donaukurier weiter berichtet.

Die Rednerinnen und Redner bekamen viel Beifall, zahlreiche Transparente wurden hochgehalten, darunter Botschaften mit viel Sarkasmus („Oma, was ist ein Schneemann?“) oder Transparente, die apokalyptisch formuliert waren („Die Welt brennt“, „Verkehrswende statt Weltende“).

Fridays-for-Future-Demonstration in Ingolstadt: coronabedingt strikte Maskenpflicht

Die Zeit der Schulstreiks scheint aber vorbei, denn demonstriert wurde nach dem letzten Gong, ab 13.30 Uhr. Fridays for Future grenzte sich dabei deutlich von den Menschen ab, die gegen die Corona*-Beschränkungen demonstrierten. Am Freitag herrschte strikte Maskenpflicht - eine freiwillige Maßnahme der Veranstalter. Alle Jugendlichen sowie die meisten älteren Teilnehmer hielten sich daran, wie der Donaukurier weiter berichtet. Wer dagegen verstößt, „wird sofort dazu aufgefordert, zu gehen“, ließ Versammlungsleiter Luis Gutierrez (19) die Menge wissen und fügte an: „Wir können ja nicht bei der Klimakrise, die ein bewiesenes Faktum ist, auf die Wissenschaftler hören und bei der Viruskrise nicht. Wir halten uns immer an die Wissenschaft!“

Klima-Demonstration in Ingolstadt: 19-Jähriger warnt vor drastischen Folgene

Der 19-Jährige warnte vor der Klimakrise: „Die Folgen einer Erwärmung von zwei und mehr Grad wären fatal“, sagt der 19-Jährige. „Man muss nur nach Australien* schauen. „ Dort brennen die Wälder. Oder auf die Antarktis. Sie schmilzt. Ein weiterer Aktivist knöpft sich die Kohle-Lobby vor, wie der Donaukurier berichtet: „Die ineffizienteste und schmutzigste Variante, um Strom zu erzeugen! Und die Welt ist technologisch längst nicht mehr darauf angewiesen.“ 200 Millionen Tonnen CO2 würden Deutschlands Kohlekraftwerke demnach jährlich ausstoßen, das seien 23 Prozent der deutschen Emission. Eine junge Frau ruft: „Kohle, Kohle, Kohle! „ Und ziemlich viele rufen zurück „Stopp, stopp, stopp!“ (kam)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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