Hühnerfuß wurde auf Grab gefunden

Gruselfunde auf dem Trostberger Friedhof

Trostberg - Auf dem Friedhof in Trostberg mehren sich die gruseligen Funde. Seit November 2015 liegen dort immer wieder Teile von Tieren auf den Gräbern.

Seit einiger Zeit wagen sich viele Trostberger nur mit Schaudern an die Grabpflege. Der Grund für die Zurückhaltung ist reichlich gruselig: Auf dem Friedhof an der Altöttinger Straße tauchen seit Anfang November vergangenen Jahres immer wieder ganze Körper und auch Teile von Kleintieren auf. Nachdem vor einigen Tagen ein vergrabener Hühnerfuß gefunden wurde wandten sich Stadtverwaltung und die Polizei an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Hinweise.

Dass Fuchs oder Marder hinter den makabren Funden stecken könnten, schließt die Polizei aus. „Die vergrabenen Tiere waren von außen teilweise gar nicht erkennbar“, bestätigt Alois Kellner gegenüber der tz. Sie waren gut vergraben. Zudem habe man keinerlei Spuren gefunden, die auf einen scharrenden Fuchs hingewiesen hätten. „Die Gräber waren alle glatt.“ Als Leiter des Ordnungsamtes ist er auch für die Friedhofsverwaltung zuständig und verständlicherweise wenig erbaut über diese Vorkommnisse. Aber er nimmt sie ernst.

Ein Hase sowie mehrere Hühner ohne Kopf seien gefunden worden, zudem Teile dieser Tiere. Wo diese herstammen, wisse man nicht, Diebstähle solcher Tiere seien nicht gemeldet worden. Die Funde waren verteilt auf dem gesamten Friedhof, der rund 32 000 Quadratmeter groß ist und auf dem es derzeit etwa 1760 belegte Grabstellen gibt. Von einer okkulten Szene oder von Satanisten in der oberbayerischen Stadt ist Alois Kellner nichts bekannt. Auch seien keine satanistischen Zeichen an Gräbern oder Hinweise auf okkulte Rituale und Schändungen christlicher Symbole gefunden worden. Für äußerst unwahrscheinlich hält die Stadtverwaltung die Möglichkeit, dass jemand ein verstorbenes Haustier auf diese Weise bestatten wollte.

Nun will die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei mit verdeckten Überwachungsmaßnahmen den oder die Täter überführen. Zudem soll es nachts Sicherheitsbegehungen auf dem Friedhof geben, bestätigt Alois Kellner einen Bericht der PNP. Denn bei den Taten handelt es sich nicht um einen makabren Scherz, sondern um Störung der Totenruhe – und das ist eine Straftat.

Volker Pfau

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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