Er fühlte sich gemobbt

Anschlag mit Lauge und Klappmesser

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Der Mann verübte einen teuflischen Anschlag auf einen Kollegen.

Tegernsee - Irre: Weil er sich gemobbt fühlte, schüttete ein Diplom-Ingenieur (35) einem Kollegen ätzende Lauge ins Gesicht. Dann rammte der hochintelligente Chemiker seinem Opfer auch noch ein Messer in den Rücken!

Er ist super-intelligent, hatte einen Super-Job und sitzt jetzt wegen eines irren Verbrechens auf der Anklagebank: Der 35-Jährige arbeitete im Forschungslabor der Papierfabrik Louisenthal am Tegernsee, einem exklusiven Unternehmen: Hier wird das Papier für Geldscheine hergestellt; für den Euro, aber auch für zahlreiche andere Währungen. Der Mann, Mitglied im Hochbegabten-Club „Mensa“, leidet unter Minderwertigkeitskomplexen gegenüber seinen Kollegen: „Ich hatte immer das Gefühl, dass hinter meinem Rücken getuschelt wird“, sagte er gestern vor Gericht. Von Jürgen M. (45) fühlte er sich besonders gemobbt. Er grüßte ihn nicht, Jürgen M. grüßte dafür besonders freundlich. „Er hat mich breit angegrinst“, ärgert sich der Angeklagte, dessen Hass sich ins Unermessliche steigerte: „Tröpfchen für Tröpfchen hat sich das Fass gefüllt für mich.“

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Am 11. Juli 2012 näherte sich der 35-Jährige seinem Kollegen mit einem Becher voller Natronlauge. „Er sah auf, dann habe ich ihm die Lauge ins Gesicht geschüttet“, gibt der Täter eiskalt zu. „Ich dachte, er würde vor Schmerzen vom Stuhl kippen“, so der Angeklagte, „aber er sprang auf.“ Dann stach er mit einem Klappmesser zu. „Ich war der Meinung, er hat noch nicht genug gelitten, deshalb habe ich zugestochen.“ Eine Mordabsicht bestreitet er. Jürgen M., der die Tat überlebte, kommt heute zu Wort.

ebu

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