In fünf Wochen soll es losgehen

Neue Meridian-Züge haben keine Zulassung

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Statt dieser Flirts verkehren ab Dezember eventuell Uralt-Züge.

München - In fünf Wochen sollen die Meridian-Züge von München nach Salzburg und Kufstein fahren. Doch bisher fehlt die Zulassung für die 35 neue Triebfahrzeuge.

In fünf Wochen soll die zum französischen Veolia-Konzern gehörende Oberlandbahn mit neuen Flirt-Zügen unter dem Namen Meridian den Nahverkehr auf den Bahnstrecken von München nach Salzburg und Kufstein sowie auf der Mangfalltalbahn übernehmen. Doch noch immer fehlt die Zulassung für die 35 Triebfahrzeuge. Gegenteilige Behauptungen von Veolia-Chef Axel Sondermann auf einem Bahnkongress hat die Aufsichtsbehörde Eisenbahn-Bundesamt (EBA) dementiert.

Aus Sondermanns Vortrag auf einem Bahnkongress wird er von ÖPNV aktuell so zitiert: „Augenblicklich sind drei Fahrzeuge zugelassen, bei 20 weiteren soll die Zulassung in zwei Wochen erfolgen.“ Weil diese Aussage schon fachlich falsch ist (die Musterzulassung für ein Fahrzeug gilt für die ganze Bauserie), fragte die tz beim EBA nach. Sprecherin Heike Schmidt: „Wir haben lediglich die Genehmigung für Probe- und Schulungsfahrten, aber nicht für Fahrgastfahrten erteilt. Dafür fehlen uns immer noch wichtige Unterlagen, die dann auch noch geprüft werden müssen.“ Veolia-Chef Sondermann ließ nun durch seinen Kollegen Dirk Bartels der tz erklären: „Sondermann wurde falsch zitiert.“ Was Dagmar Rees vom Fachpressedienst bestreitet: „Sondermann hat das so gesagt, wie ich es zitiert habe.“

Sollte am 15. Dezember noch kein einziges Neufahrzeug zugelassen sein, greift laut Innenminister Joachim Herrmann ein „Rückfallkonzept“: Neben acht Pendelzügen würde die Bahnlinien zusätzlich mit gebrauchten Dieseltriebfahrzeugen bedient.

K. H. Dix

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