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Um an digitale Zertifikate zu kommen - Gefälschte Impfausweise in Apotheken vorgelegt

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Digitaler Impfausweise
Mehrere Menschen wollten sich bei Apotheken mit gefälschten Impfausweisen digitale Impfzertifikate erschleichen. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

In zwei Apotheken in Unterfarrnbach und Fürth kam es zu Betrugsversuchen mit mutmaßlich gefälschten Impfausweisen. Jetzt ermittelt die Kripo.

Fürth – Von Donnerstag (21. Oktober) bis Dienstag (26. Oktober) kam es in Apotheken in Unterfarrnbach und der Fürther Innenstadt zu Betrugsversuchen. Mehrere Personen legten mutmaßlich gefälschte Impfausweise vor, um sich digitale Impfzertifikate zu erschleichen. Das berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken*.

Fürth: Viermal falsche Impfpässe vorgelegt

Am 21. Oktober betraten zwei Personen unabhängig voneinander mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen eine Apotheke in Unterfarrnbach. Eine Mitarbeiterin nahm die Pässe genau unter die Lupe und bemerkte Details, die auf eine Fälschung hinwiesen. Durch einen Anruf bei der betreffenden Arztpraxis bestätigte sich, dass die Person dort nicht geimpft worden war.

Am 22. und 26. Oktober versuchten zwei weitere Personen, mittels gefälschter Impfpässe, an ein digitales Zertifikat zu kommen – diesmal in einer Apotheke in der Fürther* Innenstadt. Auch hier fielen Unregelmäßigkeiten auf und das Impfzertifikat wurde nicht ausgestellt.

Fürth: Kripo und Staatsanwaltschaft prüfen die Vorfälle

Beide Apotheken meldeten die Vorfälle der Polizei. Die Fürther Kripo übernahm die Ermittlungen. Sie wird die Sachverhalte prüfen und die Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth weiterleiten.

Bis zum 27. Oktober kam es im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken zu knapp 70 ähnlichen Fällen. Ein Impfpass ist kein gültiges Identitätsdokument, weshalb die Polizei von sich aus keine Kontrollen vornimmt. Sie ermittelt erst, wenn der Verdacht einer Fälschung gemeldet wird. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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