Farbenprächtige Lichtprojektion

G7: Welcome dahoam! Neuschwanstein begrüßt Teilnehmer

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Farbenprächtige Begrüßung der Teilnehmerstaaten auf Neuschwanstein.

München - Zum G7-Gipfel erstrahlt Schloss Neuschwanstein in den Landesfarben der sieben teilnehmenden Staaten. Seit Samstag und noch bis zum 5. Juni leuchtet das Schloss jeden Abend in der Farbe eines anderen Staates.

Quasi ein Willkommensgruß, wie es Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber sagt: „Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten sind in Bayern herzlich willkommen. Ein Welcome dahoam sozusagen!“ Die Illumination anlässlich des G7-Gipfels füllt die gesamte Frontseite des Schlosses aus. Die Projektion beginnt jeweils um 21 Uhr und dauert 30 Minuten. Während die Vorbereitungen auf den Gipfel auf der Zielgeraden sind, dauert es nur noch drei Tage, bis die ersten Demonstrationen und Veranstaltungen in München beginnen. Am 7. und 8. Juni tagen dann die sieben mächtigsten Politiker der westlichen Industrienationen auf Schloss Elmau.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte am Wochenende, sie halte den riesigen Aufwand für den G7-Gipfel Anfang Juni in Bayern für gerechtfertigt - trotz Kosten in dreistelliger Millionenhöhe und immenser Sicherheitsvorkehrungen. Auf die Frage, ob die Runde statt auf Schloss Elmau nicht im Berliner Kanzleramt tagen könne, sagte Merkel gegenüber der SZ: „Wir wollen unseren Gästen ein wunderschönes Stück Deutschland zeigen.“ Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, entgegnete: „Der G7-Gipfel in diesem ‚wunderschönen Stück Deutschland‘ hat auch seinen Preis. Durch das unwegsame Berggelände ist die Veranstaltung deutlich teurer als im erschlossenen Flachland. Der Bund muss daher die immensen Zusatzkosten übernehmen - nicht Bayern.“ Die Regierung des Freistaats rechnet mit Kosten von rund 130 Millionen Euro.

Rund um den G7-Gipfel werden an die 25 000 Polizeibeamte im Einsatz sein. Ein Sicherheitsgürtel von 16 Kilometern Länge umschließt das Schloss. Zum Gipfel reist auch die Reiterstaffel der Bundespolizei von Berlin nach Bayern. 14 Pferde nebst Reitern werden die Einsatzkräfte unterstützen, vor allem dort, wo man mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß nicht gut vo-rankommt.

Weil es noch immer kein genehmigtes Protestcamp in Garmisch-Partenkirchen gibt, sind die G7-Gegner verärgert.  Auf der Wiese, wo es ursprünglich errichtet werden sollte, wurde das Camp verboten - wegen Hochwassergefahr. Dagegen klagen die Gegner und kündigten an, mit dem Aufbau des Camps noch vor einer richterlichen Entscheidung zu beginnen. Die Polizei gab Sonntag bekannt, eine Errichtung ungenehmigter Camps werde nicht geduldet. Aber es gibt auch Schönes am Rande des Gipfels: Polizeibeamte halfen am Samstagabend bei einer Geburt. Einer hochschwangere Frau aus Syrien, die unerlaubt eingereist und bei den Grenzkontrollen der Polizei wegen des G7-Gipfels aufgegriffen worden war, platzte die Fruchtblase, als sie auf der Polizeiinspektion Rosenheim saß. Bis der Notarzt kam, versorgten Beamte der Bundespolizei die Frau.

tz

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