Kurz-Meldungen

G7-Gipfel-Progamm: Das passiert am Wochenende

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Das G7-Protestcamp.

Garmisch-Partenkirchen - Was passiert am Wochenende? Was sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu seiner Anreise? Die Kurz-Meldungen zum G7-Gipfel.

Grünen-Aktion auf der Zugspitze: Appell vom Gipfel an den Gipfel

Gipel im Tal? Nicht mit den Grünen. Die Spitzen der Ökopartei haben auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, von den G7-Staaten verbindliche Ergebnisse beim Klimaschutz gefordert. Auf einem großen Banner auf dem 2962 Meter hohen Gipfel war zu lesen: „Das Wasser steht uns bald bis hier.“ Es sei höchste Zeit zu handeln, erklärte dazu die Grünen-Vorsitzende Simone Peter. „Die Welt erwartet Taten statt warmer Worte.“

Das passiert am Wochenende: Das ganze Gipfel-Progamm

Was für ein Wochenende im Werdenfelser Land. G7-Staatschefs und Gipfelgegner haben ein volles Programm. Seit Freitag sind die Gipfelgegner in ihren Protestcamps angekommen, die sie noch bis Montag bewohnen wollen. Am Samstag ist eine Großdemo in Garmisch-Partenkirchen geplant, am Sonntag ein Sternmarsch zum Schloss Elmau. Außerdem soll es an beiden Tagen Blockaden auf den Zufahrtsstraßen geben. Am Sonntag und Montag findet dann der eigentliche Gipfel mit den Staatschefs im Schloss Elmau statt. Sonntagfrüh wollen Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama sich zu einer zünftigen Brotzeit mit den Bürgern des Ortes Krün – ganz in der Nähe des Tagungshotels Schloss Elmau – treffen.

Innenminister Herrmann warnt: Keine Straßenblockaden!

Beim Besuch in Garmisch hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Gegner des G7-Gipfels vor Straßenblockaden gewarnt. Die Polizei habe den klaren Auftrag, Blockaden so schnell wie möglich zu beenden. „Ich appelliere an alle Demonstranten, dass sie es bei Gewaltfreiheit belassen“, sagte Herrmann. Das Bündnis „Stop G7 Elmau“ hat „zivilen Ungehorsam“ angekündigt und plant Gipfelblockaden.

Bilanz der Grenzkontrollen: Asylbewerber festgehalten

Seit dem vergangenen Dienstag gibt es in Deutschland wieder vorübergehende Grenzkontrollen, um potenzielle Gewalttäter an der Einreise zu hindern. Dabei wurden mehr als 200 000 Personen kontrolliert und mehr als 350 zurückgewiesen. 62 Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Insgesamt seien rund 6600 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt worden. In 118 Fällen wurden Personen mit Drogen erwischt, außerdem 59 Personen, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Insgesamt gingen der Polizei 679 Menschen ins Netz, die auf der Fahndungsliste standen. Allein an der deutsch-österreichischen Grenze wurde 260 Personen die Einreise verweigert. Dabei handelte es sich um Asylbewerber, die schon in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt hatten. Potenzielle Gewalttäter seien nicht aufgefallen, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei.

EU-Kommissionspräsident Juncker: Seine Sorge um die Anreise

Der bayerischen Polizei eilt ihr Ruf sogar bis nach Brüssel voraus. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker macht sich jedenfalls Sorgen wegen seiner Anreise nach Elmau: „Ich werde am nächsten Sonntag am G7-Treffen in Bayern teilnehmen, wenn mich die bayerische Polizei nicht daran hindert, das Hotel zu erreichen.“

tz

News-Ticker zum G7-Gipfel auf Merkur.de

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