Weiter Entsetzen nach Tierquälerei

Gamsjagd-Skandal: Jäger fordern harte Strafe

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Der Mann hatte das verletzte Tier minutenlang über Schotter und spitze Steine geschleift

Mittenwald - Drei Tage nach Bekanntwerden des furchtbaren Gamsjagd-Videos herrscht weiter Entsetzen über die Tierquälerei. Der zuständige Bürgermeister fordert Konsequenzen.

In der Leutasch hatte am 15. August eine Jagd auf eine Gams stattgefunden, dabei wurde ein Tier angeschossen. Der Schütze, ein Gast aus Russland, schleifte daraufhin die verletzte Gams minutenlang über Schotter und spitze Steine.

Tirols Landesjägermeister Anton Larcher strebt laut Tiroler Tageszeitung nun die Umsetzung von neuen Maßnahmen an: „Wer sich bei uns nicht an die Regeln hält, der gehört aus dem Kreis der Jägerschaft dauerhaft und in aller Härte ausgeschlossen.“

Dazu gehört nicht nur eine harte Bestrafung des Schützen, seiner Pirschbegleiter und Jagdführer, sondern auch ein Umdenken im Umgang mit oft zahlenden Jagdgästen. „Es kann nicht sein, dass einer, der auf derart verrohte Art und Weise mit einem Tier umgeht, irgendwo in der zivilisierten Welt legal jagen darf.“ Außerdem wurde bekannt, dass bereits einen Tag nach dem Tötung des Tieres in Seefeld (Tirol) Anzeige von einer Urlauberin erstattet worden war. Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Tierquälerei.

tz

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