Garmischer Bürgermeister im Interview

"Die Lage in Garmisch ist entspannt"

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Thomas Schmid (r.) mit München-OB Christian Ude.

München - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich für eine erneute Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2022 ausgesprochen. Das tz-Interview mit Thomas Schmid dem Bürgermeister der Partnergemeinde Garmisch-Partenkirchen.

Herr Schmid, bei der Bewerbung um die Spiele 2018 kam der heftigste Gegenwind aus Ihrer Gemeinde. Wie ist dort jetzt die Lage?

Thomas Schmid (Christlich Soziales Bündnis): Sehr entspannt. Wir haben mit der Umplanung ein ideales Konzept geschaffen. Die Entlastung für Garmisch-Partenkirchen liegt bei rund 40 Prozent. Es kommen weniger Athleten und Journalisten. Auch das Olympische Dorf lässt sich jetzt auf dem Parkplatz und der angrenzenden Bahnbrache leicht umsetzen.

Weil Biathlon und Langlauf nach Ruhpolding ausgelagert werden sollen …

Schmid: Das Gut Schwaiganger als Austragungsort für diese Wettkämpfe war sinnlos, das haben am Schluss auch die eigenen Leute eingesehen. Bei uns in Garmisch ist der Aufwand jetzt damit zu vergleichen, wenn drei Weltmeisterschaft nebeneinander stattfinden würden. Am Kreuzeck, am Hausberg und im Skistadion. Bei den Planungen für 2018 hätten wir die gleiche Belastung wie München gehabt, allerdings haben wir nur 27 000 Einwohner.

Alles zu Olympia 2022

Dennoch könnten Ihnen die Bürger am 10. November einen Strich durch die Rechnung machen …

Schmid: Das Gute ist: Wir sind die Einzigen, die bereits einmal einen Bürgerentscheid zum Thema durchgeführt haben. Für 2018 hatten wir fast 60 Prozent Zustimmung – insofern ist mir da überhaupt nicht bange.

Garmisch butterte in die letzte Bewerbung 1,5 Millionen Euro. Wie viel bleibt diesmal hängen?

Schmid: Maximal 1,2 Millionen. Weil bereits zwölf der insgesamt veranschlagten 29 Millionen durch Sponsoren gedeckt sind. Und die Abmachung war: Erst werden wir und die Landkreise Berchtesgaden und Traunstein entlastet, danach profitiert auch München.

Interview: Sebastian Arbinger

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