Unternehmer bietet millionenschwere Unterstützung an

Gartenschau in Bad Reichenhall: Predigstuhlbahn will mitzahlen

Bad Reichenhall - Der Unternehmer Max Aicher möchte die Landesgartenschau 2022 nach Bad Reichenhall holen. Dafür will er die Stadt mit rund vier Millionen Euro unterstützen.

Seit Monaten berät der Bad Reichenhaller Stadtrat über die Bewerbung für die Landesgartenschau 2022. Wie der Bayerische Rundfunk am Mittwoch berichtet, wurde die endgültige Entscheidung nun auf Samstag vertagt. Der Grund: Ein millionenschweres Angebot des Freilassinger Unternehmers Max Aicher. Er will die Landesgartenschau in fünf Jahren nach Bad Reichenhall holen - um jeden Preis. 

Aichers Unternehmensgruppe betreibt unter anderem auch die Seilbahn am Predigtstuhl - dem Hausberg von Bad Reichenhall. Von der Gartenschau verspricht sich der 82-Jährige zusätzliche Besucher. Diese Chance ist ihm rund vier bis viereinhalb Millionen Euro wert. Ein entsprechendes Angebot legte er nach Informationen des Bayerischen Rundfunks dem Stadtrat vor. Er würde damit gut die Hälfte der Kosten übernehmen, die vermutlich auf die Stadt zukämen.

Bürgermeister Herbert Lackner ist zuversichtlich

Zuerst wollten sich die Stadträte gegen eine Bewerbung für die Landesgartenschau entscheiden - das rief Aicher auf den Plan. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er, er rechne damit, dass die Gartenschau für die Predigtstuhlbahn sehr viel bringt. Damit mache sich sein Zuschuss bezahlt.

Für Rathauschef Herbert Lackner ist Aichers Angebot eine erhebliche finanzielle Erleichterung. Nun müsse es noch rechtlich geprüft werden. Am Samstag wird der Stadtrat erneut diskutieren. Lackner geht jedoch davon aus, dass sich Reichenhall nun doch für die Gartenschau 2022 bewerben könnte.

Rubriklistenbild: © dpa

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