Mahnmal in Coburg enthüllt

Gedenken an Opfer der Nazi-Folterkammer

Coburg -  Am Donnerstag ist in der Innenstadt für die Opfer der sogenannten "Prügelstube" eine Gedenktafel aufgestellt worden. Um 1933 fanden dort Misshandlungen durch die Nazis statt.

Coburg erinnert an ein düsteres Kapitel der Stadtgeschichte: Mit einer Gedenktafel weist die Kommune künftig auf eine frühere Nazi-Folterkammer hin und will die Erinnerung an die Opfer aufrechterhalten. In der sogenannten Prügelstube im Innenhof des Rathauses führten SA- und SS-Männer grausame Verhöre durch.

Schon früh hatte das nationalsozialistische Gedankengut in der Stadt Fuß gefasst, von 1922 an wurde Coburg zu einer Nazi-Hochburg. 1932 machte die Kommune als erste deutsche Stadt Adolf Hitler zum Ehrenbürger. 1933 verschärften sich Terror und Anfeindungen gegen Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschaftsvertreter. Sie wurden in der „Prügelstube“ oft schwer misshandelt, wie die SPD-Stadtratsfraktion nun erläuterte. Die SPD hatte im Stadtrat den Antrag gestellt, auf die „Nazi-Folterkammer“ hinzuweisen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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