Kunstbetrug

Gefälschte Gemälde erzielen 500.000 Euro

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Gemälde von Lucas Cranach erzielen hohe Preise.

Passau/München - Einen besonders schwerer Fall von Kunstbetrug ist in Passau ans Licht gekommen: Ein Restaurator soll für eine halbe Million Euro gefälschte Gemälde verkauft haben.

Mehr als 40 gefälschte Gemälde der deutschen Renaissance soll ein Restaurator aus dem Raum Passau auf den Kunstmarkt gebracht haben. Bei Auktionen sollen die Plagiate in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 500.000 Euro erbracht haben. Die Staatsanwaltschaft Passau hat nun Ermittlungen gegen den Restaurator und drei weitere Beschuldigte eingeleitet, wie das Landeskriminalamt (LKA) in München am Montag mitteilte. Die gefälschten Werke waren mit dem Hinweis „Werkstatt oder Umfeld von Lucas Cranach dem Älteren“ in den Kunsthandel gelangt.

Nach mehreren Hausdurchsuchungen müsse nun das Beweismaterial ausgewertet werden, betonten die Ermittler. „Sollte sich der Tatverdacht bestätigen, stellt dieser herausragende Fall, bei dem eine große Anzahl alter Werke namhafter deutscher Maler gefälscht wurden, einen Eingriff in die deutsche Kunstgeschichte dar“, sagte LKA-Präsident Peter Dathe.

dpa

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