Prozess in Ingolstadt

Geiselnehmer will hohe Strafe

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Ein Stalker hat im Ingolstädter Rathaus vergangenes Jahr vier Geiseln genommen.

Ingolstadt -  Bei den Prozess um den Ingolstädter Geiselnehmer wurden die Plädoyers gehalten. Zum Abschluss ergriff der Angeklagte noch einmal selbst das Wort und überraschte alle.

Es war ein stundenlanger Nervenkrieg, der sich im August letzten Jahres im Ingolstädter Rathaus abspielte: Ein damals 24-jähriger Stalker hatte vier Menschen als Geiseln genommen, darunter auch eine damals 25-jährige Frau, der er schon länger nachstellte. Stundenlang hielt er die Geiseln in seiner Gewalt. Erst gegen 17.30 konnte ein Sondereinsatzkommando den Geiselnehmer überwältigen und seine letzte Gefangene, das Stalking-Opfer, befreien.

Die Frau leidet noch heute unter dem Vorfall, als sie beim Gerichtsprozess am Landgericht Ingolstadt erzählte, brach sie in Tränen aus. Der Angeklagte gestand die Tat vor Gericht und entschuldigte sich bei seinen Opfern.

Jetzt wurden in dem Prozess die Plädoyers gehalten. Dabei ergriff auch der Geiselnehmer noch einmal das Wort. Er schlug für sich eine Strafe von sieben Jahren Haft vor, wie die Augsburger Allgemeine berichtete. Ein überraschend hartes Urteil über sich selbst: Sein Anwalt forderte nur sechseinhalb Jahre Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft plädierte für zehneinhalb Jahre.

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