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Generalstaatsanwalt entscheidet über Fall Eisenberg

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Regensburg - Die Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft im Fall des von Polizisten in Regensburg erschossenen Studenten Tennessee Eisenberg steht unmittelbar bevor.

Möglicherweise werde bereits an diesen Freitag über die Beschwerde der Angehörigen Eisenbergs entschieden, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichtes (OLG) in Nürnberg am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der mit einem Messer bewaffnete 24 Jahre alte Musikstudent war im April 2009 bei einem Polizeieinsatz von einem Dutzend Polizeikugeln getroffen worden. Die Staatsanwaltschaft in Regensburg hatte im Dezember das Ermittlungsverfahren gegen zwei Beamte eingestellt, weil es sich um eine Notwehrsituation gehandelt habe. Die Rechtsanwälte der Hinterbliebenen haben dagegen Beschwerde eingelegt. Sie kreiden der Polizei zahlreiche Fehler bei dem Einsatz an und werfen den Ermittlern eine einseitige Untersuchung des Todesfalls vor. So habe die Staatsanwaltschaft "objektive und eindeutige Spuren schlicht ignoriert".

Die drei Anwälte gehen allerdings davon aus, dass der Nürnberger Generalstaatsanwalt die Einstellung der Verfahren gegen die beiden Polizisten bestätigen wird. Für diesen Fall haben sie bereits ein sogenanntes Klageerzwingungsverfahren vor dem OLG angekündigt. Die Rechtsanwälte fordern Anklagen wegen Körperverletzung und Totschlags gegen die Polizisten.

dpa

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