So erklärt es die Generalstaatsanwaltschaft

"Rasender" Notarzt: Darum ist die Strafe hinfällig

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Der Strafbefehl gegen Notarzt Dr. Alexander Hatz wurde zurückgezogen. Das gab Georg Freutsmiedl, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, am Montag bekannt.

München - Der Strafbefehl gegen den "rasenden" Notarzt wurde aufgehoben. Grund dafür war die Schilderung von Dr. Alexander Hatz zur Einsatzfahrt, die erst später bei Gericht einging.

Alexander Hatz.

Die Generalstaatsanwaltschaft München kann eingreifen, muss sie aber nicht. In diesem Fall hat sie es getan. Gut für Notarzt Dr. Alexander Hatz: Der Antrag auf Strafbefehl gegen ihn wird von der Staatsanwaltschaft Ingolstadt zurückgezogen. Er bekam Anfang Januar die Nachricht, dass er nach einer rasanten Blaulichtfahrt 4.500 Euro Strafe zahlen und seinen Führerschein für sechs Monate abgeben soll. Zwei Autofahrer hatten den Notarzt angezeigt, weil dieser sie bedrängt haben soll. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Hatz wurde gerufen, um ein zweijähriges Mädchen vorm Ersticken zu retten. Mit Blaulicht und Martinshorn überholte er mehrere Fahrzeuge und rettete dem Kind schließlich das Leben.

Stellungnahme ging später ein

Nachdem die Staatsanwaltschaft Ingolstadt den Strafbefehlsantrag bereits rausgeschickt hatte, ging die Stellungnahme des Arztes ein, in der dessen Verteidiger seine Sicht der Blaulichtfahrt erklärte. "Diese haben wir nun rechtlich gewürdigt", erklärte Georg Freutsmiedl, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, am Montag in einer Pressekonferenz. Die Art und Weise, wie der Notarzt seine Sicht zur Sichtweite und seinem Ausscheren geschildert hat, habe die Generalstaatsanwaltschaft München und Staatsanwaltschaft Ingolstadt dazu bewogen, den Strafbefehl zurückzuziehen. "Sein Verhalten war weder verkehrswidrig noch rücksichtslos."

Berichterstattung macht Generalstaatsanwaltschaft auf Fall aufmerksam

Dass sich die Generalstaatsanwaltschaft in die Entscheidung eingemischt hat, sei keine Rüge für die Staatsanwaltschaft Ingolstadt. "Wir stimmen in dieser gemeinsamen Würdigung überein", so Freutsmiedl. Die Generalstaatsanwaltschaft sei durch die Berichterstattung auf den Fall aufmerksam geworden. "Das bedeutete für uns, dass es notwendig ist, uns das nochmal anschauen." Bei der Entscheidung habe die Online-Petition jedoch keine Rolle gespielt. "Wir entscheiden aufgrund des Sachverhalts."

Die Entscheidung habe keine Signalwirkung für Blaulichtfahrten, so Freutsmiedl. "Da ist immer konkret der Einzelfall zu prüfen." Konsequenzen für die Anzeigenerstatter hat diese Entscheidung nicht. Die Verteidigung mit Notarzt Hatz werde nun die Verfahrenskosten bei Gericht geltend machen.

sw

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