Gericht weist Revision zurück

Urteil gegen Holocaust-Leugner rechtskräftig

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Ein Fernsehteam filmt am 16.01.2013 im Gerichtssaal des Regensburger Amtsgerichts (Bayern) einen Tablet-Computer, auf dem ein Video des Fernsehinterviews mit Holocaust-Leugner Richard Williamson zu sehen ist.

Nürnberg/Regensburg - Der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson hat erneut eine Niederlage vor Gericht einstecken müssen. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat seine Revision verworfen.

Der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson hat vor Gericht in letzter Instanz verloren. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat seine Revision verworfen, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Damit sei das Urteil des Amtsgerichts Regensburg vom Januar 2013 rechtskräftig, das Williamson zur Zahlung von 1800 Euro verpflichtet hatte.

Der ehemalige Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft hatte 2008 in einem nahe Regensburg geführten Fernsehinterview den NS-Massenmord an sechs Millionen Juden und die Existenz von Gaskammern abgestritten.

Seit Jahren beschäftigt sich die deutsche Justiz mit dem Fall. Viermal wurde der heute 74-Jährige verurteilt, drei Mal legte er erfolgreich Rechtsmittel ein. Nun hat das OLG Nürnberg einen Schlussstrich gezogen.

Trotzdem ist eine Ende noch nicht in Sicht: "Wir werden unserem Mandanten dringend empfehlen, Verfassungsbeschwerde einzulegen", sagte Williamsons Anwalt Andreas Geipel in München. Es gebe zahlreiche grundsätzliche Probleme in dem Fall. Die Verteidigung hat einen Monat Zeit, Verfassungsbeschwerde einzureichen.

dpa

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