Topmodel-Kandidatin aus Garmisch

Warum schummelt Sophie bei ihrer Herkunft?

+
Laurau Jais - bei GNTM bekannt als Sophie aus München - hielt die Rede bei ihrer Abifeier.

Garmisch-Partenkirchen - Schön, schlau, geheimnisvoll: Bei "Germany's next Topmodel" ist Sophie aus München die Kandidatin mit Wiedererkennungswert. Doch eigentlich kommt sie nicht aus München - und heißt auch nicht Sophie.

Sie ist schön, eines der 25 schönsten Mädchen Deutschlands, wenn man Heidi Klum glauben darf. Sie ist nicht klassisch hübsch, hat aber ein markantes Gesicht und – im Gegensatz zu den meisten ihrer blutjungen Konkurrentinnen – Wiedererkennungswert.

Doch das scheint ihr gar nicht so recht zu sein. Denn die junge Frau mit dem herausstechenden Gesicht, die derzeit bei „Germanys next Topmodel“ um den Sprung auf die Laufstege dieser Welt kämpft, ist nicht einfach nur Sophie aus München. Eigentlich heißt sie Laura Jais und kommt aus Garmisch-Partenkirchen.

Vor der Kamera nutzt sie ihren zweiten Vornamen. Verwunderlich. Weder ihr erster Name noch der Heimatort werden in der Staffel mit einem Wort erwähnt. Hat es etwas mit ihrem Privatleben zu tun?

Gleich in der zweiten Folge plaudert sie offen mit Zimmerkollegin Sabrina offen über ihr Liebesleben. „Einen Freund hab’ ich nicht, aber eine Freundin“, gesteht sie der Konkurrentin. Jais ist lesbisch. Sie führt „ihre erste richtig lange Beziehung“ und vermisst ihre Partnerin während der Reise rund um die Welt. Die Eltern hingegen „vermisse ich jetzt nicht so stark. Die seh’ ich eh nur alle drei bis vier Wochen“. Und sie sind auch nicht bei den allerersten Aufnahmen dabei, die ein Fotograf gleich in der ersten Folge von ihrer Tochter in Wiesbaden schießt – im Gegensatz zu den Familien der meisten anderen Bewerberinnen.

Zu einer Stellungnahme waren weder Jais noch ihre Eltern bereit. Die hübsche Werdenfelserin ist die Ältesteste der verbleibenden 18 Kandidatinnen. Eine mit Profil, außergewöhnlichem Look und viel Humor. Und eine mit klaren Zielen.

Wenn mal Ruhe in der Topmodel-Villa herrscht, sitzt sie über ihren Büchern. Sie studiert Psychologie in München, wohnt dort und wurde in der Landeshauptstadt, beim Kaffeetrinken mit einem Freund, von Modelmama Klum überrascht. Die passenden Noten fürs anspruchsvolle Studium hat Jais. Sie gehörte zu den fünf Besten, die 2009 ihr Abitur am Werdenfels-Gymnasium ablegten. Notendurchschnitt: 1,5.

"Germany's next Topmodel": Das wurde aus den Siegerinnen

"Germany's next Topmodel": Das wurde aus den Siegerinnen

Sie hielt die Rede bei der Abschlussfeier. Im langen, schulterfreien, gelben Ballkleid machte sie schon damals eine ziemlich gute Figur. Sie war froh, die Schule hinter sich zu lassen. „Jetzt müssen wir zukunftsweisende Entscheidungen treffen, was wir ein Leben lang machen wollen“, sagte Jais 2009 im Gespräch mit dem Tagblatt. Ihre Antwort hieß zunächst: Die Welt kennenlernen. Ein Jahr lang arbeitete sie nach dem Abi als Au-Pair in San Francisco.

Nun lautet ihre Antwort: modeln und die Welt erobern. Das Zeug dazu hat sie, meinen Klum und ihre beiden männlichen Jury-Kollegen. Die hübsche Werdenfelserin hangelt sich problemlos von einer Runde in die nächste - seit Donnerstagabend nun mit blondem Kurzhaarschnitt.

nine

auch interessant

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen

Kommentare