Großer Polizeieinsatz in Gmund

Familiendrama: Mann schießt Ehefrau an und tötet sich selbst

Gmund am Tegernsee: Schießerei und Polizei-Großeinsatz
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Einsatzort ist der Schlanderweg in Gmund am Tegernsee.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.
Schüsse Gmund am Tegernsee
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In einem Wohnhaus in Gmund am Tegernsee sind am Samstag Schüsse gefallen. Eine Frau wurde verletzt, der Täter ist tot. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt - diese Bilder entstanden außerhalb der Absperrung.

Tragischer Vorfall in Gmund: Ein 78-Jähriger hat am Samstagnachmittag seine Ehefrau angeschossen und sich dann das Leben genommen. Ein SEK stürmte das Haus.

Gmund - Bis kurz nach 16 Uhr ist es ein typischer Sommer-Samstagnachmittag in Gmund. Am See tummeln sich die Ausflügler, in den Siedlungen laufen ein paar Rasenmäher. Sonst ist alles ruhig. Auch, als die ersten Polizeisirenen zu hören sind, denkt noch niemand an ein Familiendrama im Ort. Dann geht alles ganz schnell. Immer mehr Einsatzkräfte rauschen heran, der Schlanderweg wird weiträumig abgesperrt. Bewaffnete Polizisten steigen aus den Fahrzeugen. Spätestens jetzt ahnen die Gmunder, dass hier etwas Schlimmes passiert ist.

Bürgermeister Georg von Preysing ist gerade zuhause in St. Quirin, als die B307 abgeriegelt wird. „Da habe ich mir schon gedacht, dass da was los ist“, berichtet Preysing auf Nachfrage unserer Zeitung. Er erkundigt sich bei der Polizei und hört vom Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK). Wegen des Verkehrschaos vor seiner Haustür kommt Preysing aber nicht von zuhause weg.

Gegen Abend werden immer mehr Einzelheiten zum Großeinsatz in seiner Gemeinde bekannt. Der 78-jährige Peter K. hat mit einer kleinkalibrigen Waffe auf seine 20 Jahre jüngere Ehefrau geschossen und diese im Kopfbereich getroffen. Die Verletzte flüchtet zu Nachbarn, wo sie den Notruf absetzt. Gegen 18 Uhr verschafft sich das SEK gewaltsam Zutritt zu dem großen Anwesen und durchkämmt es nach dem Ehemann. Als die Einsatzkräfte den 78-Jährigen finden, ist er bereits tot. Die Polizei geht davon aus, dass er sich mit der Schusswaffe selbst das Leben genommen hat.

Die Anwohner werden gebeten, während des Einsatzes in ihren Häusern zu bleiben. „Der Täter hätte ja auch aus dem Fenster schießen können“, erklärt Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Deshalb auch die großräumige Absperrung. Mit der allgemeinen Bedrohungslage durch Terror habe dies nichts zu tun gehabt. „Durch den Notruf wussten wir ziemlich genau, wohin die Reise geht“, erklärt Guske.

Einen Tag danach weiß auch der Bürgermeister, dass sich in Gmund ein Familiendrama ereignet hat. „Es ist tragisch, dass so etwas in unserer Gemeinde passiert“, sagt Preysing. Er habe die Eheleute ein paar Mal beim Spazierengehen getroffen, näher gekannt habe er sie aber nicht. „Ich kann mir nicht erklären, was sich da abgespielt hat“, sagt Preysing.

Für den Ort selbst mündet der Einsatz in ein Verkehrschaos. Ein Unfall bei Gut Kaltenbrunn verschärft die Situation noch weiter. Auch die Schnelleinsatzgruppe Tegernseer-Tal des Roten Kreuzes ist im Einsatz. Die Ehefrau wird nun in einer Klinik behandelt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die Kripo Miesbach ermittelt.

Hier unser News-Ticker von Samstagabend:

  • Ein 78-jähriger Mann schoss am Samstag in Gmund am Tegernsee auf seine 20 Jahre jüngere Ehefrau.
  • Das Opfer rettete sich zu den Nachbarn, die Frau befindet sich inzwischen in einer Klinik und ist außer Lebensgefahr.
  • Ein SEK-Kommando stürmte das Haus und fand den Täter tot vor.
  • Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

20.12 Uhr: Alle Informationen im Überblick auf Basis des Polizeiberichts: Gegen 16 Uhr sind Rettungsdienst und Polizei über einen Vorfall in Gmund am Tegernsee verständigt worden. Nach jetzt vorliegenden Erkenntnissen hatte ein 78-Jähriger mit einer Schusswaffe auf seine 20 Jahre jüngere Ehefrau gefeuert und diese im Kopfbereich auch getroffen. Die Frau rettete sich aus dem Haus und suchte Hilfe in der Nachbarschaft.

Unterstützt von Beamten umliegender Dienststellen umstellten Kräfte der Polizeiinspektion Bad Wiessee das Haus und errichteten großräumige Absperrungen. Nachbarn wurden gebeten, in den Häusern zu bleiben.

Einsatzort ist der Schlanderweg in Gmund am Tegernsee.

Gegen 18.00 Uhr verschafften sich Spezialeinsatzkräfte gewaltsam Zutritt zum Haus und begannen dort nach dem Ehemann zu suchen. Schließlich fanden sie den 78-Jährigen tot in dem großen Anwesen auf. Die Sachlage stellt sich derzeit so dar, dass sich der Mann offenbar selbst mit einer Schusswaffe das Leben genommen hat.

Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Kripo Miesbach und dem Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim geführt. Die 58-jährige Frau befindet sich in einer Klinik und wird behandelt, sie schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

20.06 Uhr: Das verletzte Opfer überlebte, es konnte sich zu den Nachbarn retten. Details folgen.

20.05 Uhr: Der offizielle Bericht der Polizei ist da. Demnach ist der Angreifer tot.  

19.38 Uhr: Die Polizei hat eben gegenüber unserer Onlineredaktion mitgeteilt, dass in einigen Minuten weitere Informationen an die Öffentlichkeit gegeben werden.

19.24 Uhr: Der Einsatzort wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt, berichtet unser Kollege vor Ort.

19.20 Uhr: Der Tatort liegt im Schlanderweg in Gmund, wie unserer Onlineredaktion erfuhr.

19.14 Uhr: Nach Informationen unserer Onlineredaktion deuten bisherige Erkenntnisse auf einen „erweiterten Suizid“ hin. Das würde bedeuten, dass eine Person erst die Frau und dann sich selbst töten wollte. Die Frau kam schwer verletzt in die Klinik, weitere Informationen gibt es derzeit noch nicht.

19.11 Uhr: Laut tegernseerstimme.de begann der Einsatz gegen 17 Uhr. Zu dem Schusswechsel kam es demnach in einem Haus.

19.05 Uhr: Laut focus.de ist auch das SEK im Einsatz.

19.01 Uhr: Erste Informationen weisen auf eine Beziehungstat hin.

Schießerei bei Gmund am Tegernsee: Großeinsatz

Großeinsatz der Polizei bei Gmund! Nach ersten Angaben der Polizei ist es dort zu einer Schießerei gekommen. Die Polizei bestätigte gegenüber unserer Onlineredaktion: Eine Frau wurde schwer verletzt und kam ins Klinikum.

Die Strecke zwischen Gmund und Rottach-Egern ist aktuell in beide Richtungen gesperrt.

lin


Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

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