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Zwei große Gönner starben in einer Nacht

Das Aus droht! Gnadenhof kämpft ums Überleben

Gnadenhof Frauenwies
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Zwei der drei Hunde, die auf dem Gnadenhof ein Unterkommen haben.

München - Mitte Oktober sind gleich zwei Gönner des Tier-Gnadenhofs Frauenwies gestorben. Sollte sich nicht schnell ein Spender finden, droht das Aus.

Er ist eine Heimat für geschundene Tiere: Seit mehr als 35 Jahren bietet der Gnadenhof Frauenwies bei Pürgen (Kreis Landsberg) Pferden und Ponys, Hunden und Katzen ein Zuhause. Auch Esel Carlos hat hier ein neues Leben gefunden. Der Großesel, der aus Spanien nach Bayern kam, ist der heimliche Star des Hofes. Mit seinem großen Ohren und dem langen, zotteligen Fell ist er der Liebling der Kinder – und freut sich über deren Streicheleinheiten. Doch die Idylle ist in ernsthafter Gefahr. Der traurige Grund: Mitte des Monats sind gleich zwei Gönner des Gnadenhofs gestorben. „Auf einen Schlag fehlen uns 6000 Euro“, sagt Biologin Janne Kellner (64). „Wir stehen vor dem Aus.“ Die Chefin des eingetragenen Vereins sucht deshalb händeringend nach neuen Unterstützern. „Wenn wir keine neuen Spender bekommen, müssen wir den Hof schließen. Was dann aus den Tieren wird, will ich gar nicht wissen.“

Derzeit leben 27 Pferde, fünf Ponys, vier Esel, drei Hunde und ein Haufen wilder Katzen auf dem ehemaligen Bauernhof. Mit viel Liebe und Leidenschaft kümmern sich Janne Kellner und zwei feste Mitarbeiter um die Tiere. Rund 11 000 Euro braucht der eingetragene Verein pro Monat, um die laufenden Kosten zu decken. Die bescheidenen Gehälter der angestellten Tierfreunde, das viele Futter, Strom, Wasser, der Tierarzt, Grundsteuer müssen bezahlt werden.

Seit dem überraschenden Tod der beiden großzügigen Gönner in nur einer Nacht kennt Gnadenhof-Chefin Janne nur noch ein Ziel – so schnell wie möglich möglichst viele neue dauerhafte Unterstützer zu finden. Sie hat eine Facebook-Seite (Frauenwies – Heimat für Tiere e.V.) eingerichtet, um Menschen auf ihre dramatische Situation aufmerksam zu machen. „Die Reaktionen sind toll“, freut sich Janne Kellner. „Wildfremde Leute, viele Kinder kommen und bringen Futter vorbei.“ Die Go-Western-Reitschule zum Beispiel spendet je Reitstunde zwei Euro an den Gnadenhof. „Das ist so eine fantastische Sache“, sagt Janne gerührt. Eins ist sicher: Aufgeben wird die Biologin nicht. „Ich kämpfe weiter für die armen Tiere. Wo sollen sie denn hin, wenn wir zumachen müssen?“

jam

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