Hoch "Ostra" heizt den Bayern ein

22,5 Grad! Bislang wärmster Tag des Jahres

München - Der Frühling ist endlich da: Hoch "Ostra" sorgt in Bayern für den bislang wärmsten Tag des Jahres. Der Höchstwert wurde in München registriert.

Sonnenhoch „Ostra“ hat das österliche Frieren vergessen gemacht und den Menschen in Bayern den bislang wärmsten Tag des Jahres beschert. Verbreitet kletterten die Temperaturen am Freitag auf Werte von mehr als 20 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst in München mitteilte. In München wurden am Nachmittag sogar 22,5 Grad registriert, so viel wie noch nie an einem 10. April, in Rosenheim waren es 22,2 Grad. Damit wurde der bisherige Höchstwert dieses Jahres im Freistaat übertroffen: Am 10. Januar waren im oberbayerischen Piding 20,5 Grad registriert worden.

Selbst auf Deutschlands höchstem Berg war am Freitag ein Hauch von Frühling angesagt: Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze wurde 0,1 Grad plus registriert. „Das fühlt sich sehr gut an“, freute sich Wetterbeobachter Pirmin Weis. „Es ist ja auch relativ windstill. Das sind dann gefühlte fünf Grad.“

Überall im Freistaat lockten die fast schon sommerlichen Temperaturen die Menschen ins Freie. Straßencafés und Biergärten hatten endlich wieder Hochkonjunktur. Im oberfränkischen Zapfendorf öffnet am Samstag denn auch bereits eines der ersten Freibäder in Bayern. Auch im Freibad in Ingolstadt und im Wöhrsee-Bad im oberbayerischen Burghausen beginnt am Wochenende die Saison.

Dass es vor wenigen Tagen in weiten Teilen Bayerns noch ganz anders ausgesehen hatte, war angesichts des strahlenden Frühlingswetters fast vergessen. Doch auf der Zugspitze türmt sich noch immer eine Schneedecke von 4,80 Metern. In den bayerischen Alpen ging die Lawinengefahr zwar leicht zurück. Dennoch herrscht noch immer mäßige Gefahr. In den Tiroler Alpen kam am Freitag bei einem Lawinenabgang ein Wintersportler ums Leben.

Eineinhalb Wochen nach Orkan „Niklas“ wächst in Bayerns Wäldern derweil die Gefahr einer Borkenkäfer-Plage. Das Sturmholz müsse schnell entfernt werden, denn frisch geworfene Fichten seien ein Brutmaterial für die Schädlinge, warnte der Sprecher des Forstministeriums, Martin Hecht. Wegen der warmen Witterung schwärmten die Käfer jetzt aus. Das Problem: „Trotz des Einsatzes aller verfügbaren Kräfte seitens der Waldbesitzer wird die Beseitigung der umgeworfenen oder gebrochenen Stämme in den Beständen mehrere Monate in Anspruch nehmen“, sagte Hecht.

Orkan „Niklas“ ist auch für die Bahn noch längst nicht Vergangenheit. Am Freitag war noch immer ein 35 Kilometer langer Abschnitt der Regionalbahn zwischen Tutzing und Kochel in Oberbayern als Folge von „Niklas“ gesperrt.

dpa

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