Verbrennungen nach Stromschlag

Mann wird beim Angeln schwer verletzt: Rute verfängt sich in Stromleitung

Ein Angler hat sich in Gräfendorf schwer verletzt. Die Rute traf auf eine Stromleitung. 

Gräfendorf - Ein Angler hat beim Auswerfen seiner Rute eine Stromleitung getroffen und ist durch einen den anschließenden Stromschlag schwer verletzt worden. Der 68-Jährige war mit Freunden am Saaleufer bei Gräfendorf (Landkreis Main-Spessart) angeln, als er die sogenannte Stipprute auswarf, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Strom der Leitung sei über die Rute durch den Körper des Mannes geflossen und an den Beinen ins Erdreich abgeleitet worden. „Es war deutlich zu sehen, dass der Strom an beiden Füßen ausgetreten ist. Da hatte er Verbrennungen an den Zehen“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der noch ansprechbare Angler wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren.

Hohe Unfallgefahr: Angel ist stromleitend

Stippruten können dem Deutschen Angelfischerverband zufolge bis zu zwölf Meter lang sein. Das sind die längsten Routen, die man verwendet. Damit können viele heimische Fische wie Brassen, Plötzen und Rotaugen gefischt werden. „Das Angeln mit Stippruten ist die meist betriebene Angelfischerei in Deutschland“, sagte ein Verbandssprecher dazu. Wegen der Länge sind die Angelruten meist aus leichterem Material wie Carbonfasern gemacht. Die sind allerdings stromleitend. „Deshalb ist auch die Unfallgefahr so hoch. Das passiert schon immer mal wieder“, sagte der Sprecher.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Büttner / Symbolbild

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