Foto sorgt für Facebook-Wirbel

Gratis-Sex für Flüchtlinge? Alles Quatsch!

Dieses Foto kursiert bei Facebook.

München - Wieder und wieder werden Gerüchte über Flüchtlinge verbreitet. Diesmal: steuerlich bezahlter Sex für Asylbewerber - ausgestellt vom Sozialamt des Freistaats Bayern. Doch dieses Amt gibt es gar nicht.

Über Facebook verbreiten sich Gerüchte schneller, als man das Wort aussprechen kann. Vor allem, wenn es dabei um Flüchtlinge geht. Viele teilen und liken, ohne zu hinterfragen, was es damit auf sich hat. Einige User können Scherz von Ernst unterscheiden, andere wiederum halten alles für bare Münze. So auch im Fall um die ominösen Freikarten für Bordelle, ausgestellt vom Sozialamt des Freistaats Bayern. Laut Post auf Facebook wurden sie an Flüchtlinge verteilt.

Beiträge mit Fotos dieser Freikarten machen nicht erst seit einigen Tagen die Runde. Die Webseite mimikama.at ist auf Fälschungen in Netzwerken spezialisiert und hat auf der Seite lachschon.de einen Beitrag mit eben diesen Gutscheinen gefunden - aus dem Jahr 2011. Die Gutscheine für Gratis-Sex zu entlarven, war nicht schwer. Denn es gibt kein Sozialamt des Freistaats Bayern. Zudem heißt es auf der Karte „Kontrollabbiß“ statt „Kontrollabriss“. Schon allein dieser Rechtschreibfehler hätte den Teilern auf Facebook die Augen öffnen sollen. 

Spätestens aber die dargestellte Tatsache, dass der Gutschein nur montags bis freitags und an evangelischen Feiertagen von 9 bis 16 Uhr gilt, outet das Papier als Scherzartikel. Scheinbar wurde das nicht jedem klar. Zumindest nicht dem Facebooknutzer, der das Bild gepostet hat. "Schaut mal, für die armen Asylbewerber, die ihre Triebe nicht im Griff haben. Unglaublich!“ schreibt er. Unglaublich ist es tatsächlich, dass einige auf diese Fälschung hereinfallen.

nip

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