Grippe: 11 000 Tote jährlich

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Der bayerische Gesundheitsminister Otmar Bernhard (CSU) wird gegen Grippe geimpft. Obwohl der Höhepunkt der Grippesaison meist erst im neuen Jahr erreicht wird, empfiehlt Bernhard sich bereits jetzt impfen zu lassen.

Zum Schutz vor der jährlichen Grippewelle hat Gesundheitsminister Otmar Bernhard jetzt zur Impfung aufgerufen.

Vor allem Senioren sollten sich impfen lassen, erklärten Bernhard und der Präsident der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen, Nikolaus Frühwein. Die echte Grippe zähle zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland. Bis zu 11 000 Menschen sterben bundesweit jedes Jahr an Grippe, häufig auch durch Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen. Senioren sollten sich daher gleichzeitig gegen Pneumokokken impfen lassen.

Die Impfempfehlung gelte insgesamt vor allem für über 60-Jährige, Menschen mit Abwehrschwäche oder mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechselerkrankungen. Aber auch Beschäftigte in Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten, die täglich in engem Kontakt mit vielen Menschen stehen, sollten sich laut Bernhard impfen lassen. Sie sollten nicht nur zum eigenen Schutz an eine Impfung denken, sondern sich auch zum Wohl der Patienten, Heimbewohner und Kinder impfen lassen. Wegen der sich ständig ändernden Eigenschaften der Grippeviren wird der Impfstoff jedes Jahr nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation neu zusammengesetzt.„Der Höhepunkt der Grippesaison ist zwar meist erst im neuen Jahr, die Grippewelle kann aber schon im Herbst beginnen“, sagte Bernhard. Da der Körper nach der Impfung noch ein bis zwei Wochen brauche, bis er ausreichend Virenschutz aufgebaut hat, sei rechtzeitig ein Besuch beim Hausarzt angeraten. Die Kassen zahlen die Impfung.

Quelle: tz

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