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Bei Unterammergau

Kleine Johanna (7) stürzt 35 Meter in die Tiefe

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Johanna (7) wird nach ihrem 35-Meter-Sturz mit dem Heli ins Krankenhaus gebracht.

Unterammergau  - Johanna (7) ist bei einer Wanderung nahe Unterammergau in den Bergen 35 Meter in die Tiefe gestürzt. Wie durch ein Wunder wurde sie lediglich leicht verletzt geborgen.

Es passierte auf einem leichten Marsch, einer Wanderung, die aufgrund ihrer Leichtigkeit auch für Kinder empfohlen wird. Nahe Unterammergau unternahmen zwei Familien aus Türkenfeld (Kreis Fürstenfeldbruck) an Samstagmittag den gemütlichen Ausflug – es sollte über den Steckenberg (1386 Meter) und über die Pürschlingforstraße zurück zum Parkplatz gehen. Zwei Mädchen (6 und 7) eilten voraus – die ältere Johanna sprang dabei über Findlinge, die auf einem kleinen Wall liegend die Straße zur benachbarten Schleifmühlklamm abgrenzen. Doch beim Hüpfen stolperte das Mädchen – es fiel nach rechts und verschwand …

Den Eltern gefror das Blut in den Adern, sie mussten mit dem Schlimmsten rechnen. Wie durch ein Wunder konnte das Kind aber kurz darauf zwar 35 Meter tiefer, aber lediglich leicht verletzt geborgen werden.

Zunächst stürzte und kugelte Johanna den, laut Polizei „äußerst steilen“, Abhang hinunter. Dabei traf sie aber weder auf Steine und Felsen, die ihr böse Verletzungen hätten beibringen können, noch auf scharfe oder spitze Äste. Schließlich plumpste Johanna auch noch die letzen paar Meter im freien Fall in eine Gumpe. Dieses Wasserbecken war fürs Landen geradezu ideal, groß genug mit einem Durchmesser von fünf Metern, und nicht zu tief. Für die Polizei die einzige in der Klamm, „die für eine solche Landung geeignet ist“.

Zufällig befand sich auch noch ein Wanderer in unmittelbarer Nähe der Gumpen. Er zog das Kind schnell aus dem Wasser, und dann traf auch schon Johannas besorgter Vater ein. Zusammen trugen sie die Kleine in Richtung Ausgang der Klamm, wo ihnen die mittlerweile alarmierte Unterammergauer Bergwacht schon entgegenkam und die Erstversorgung der Kindes übernahm. Deren Bereitschaftsleiter Volker Schönhuber: „Das Mädchen war ansprechbar, es zitterte aber, weil es durchnässt war, und blutete etwas am Kopf. Das Kind stand verständlicherweise unter Schock.“

Johanna wurde von den Helfern ins Tal getragen. Dort wartete vorm Gasthof Schleifmühle bereits der Rettungshubschrauber, der die junge Türkenfelderin ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen brachte. Dort diagnostizierten die Ärzte eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde: Für das, was das Mädchen hinter sich hatte, ein Klacks.

Dort, wo Johanna hinuntergestürzt war, gibt es immer wieder Erdrutsche in die Gumpe. Ein Grund, dass es hier hangabwärts nur wenige Hindernisse gibt. Die Polizei sprach von einem „wirklich glücklichen Ausgang“ des Unfalls und lobte dabei auch den Wanderer, der Johanna sofort aus dem kalten Wasser gefischt hatte.

mc

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