1. tz
  2. Bayern

Absurd: Neue Fluchttüren in Grundschule eingebaut, die man nicht öffnen kann

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Manuela Schauer

Kommentare

Unglaublich, aber wahr: In der Grundschule Burgrain blockieren neu angebrachte Querbalken die Notausgänge. Die Hintergründe zu diesem pikanten und absurden Fehler.

Burgrain – Es gibt Dinge, über die kann man nur schmunzeln oder ungläubig den Kopf schütteln. Die Grundschule Burgrain liefert derzeit ein Paradebeispiel. Das Gebäude verfügt über Notausgänge im ersten Stock. Diese zu benutzen? Geht nicht.

Im vergangenen Jahr wurden im ersten Stock Fluchttüren installiert. Jetzt folgte der Anbau, über den Schüler und Lehrer ins Freie gelangen. Der Haken: Bei den Arbeiten wurde das Vordach verlängert. Seither blockiert ein Querbalken die Türen, die sich nach Vorschrift nach außen öffnen lassen müssen.

CSB-Gemeinderätin Daniela Bittner hatte Wind von der Bausünde bekommen und informierte ihre Kollegen in der vergangenen Sitzung. „Sind wir in Schilda oder in Burgrain?“, fragte sie süffisant. Auf Tagblatt-Nachfrage hat sie noch ein Kuriosum auf Lager. Nach einer Fluchttür „kommt sofort eine Stufe“. Eine Stolperfalle par excellence.

Der Schnitzer ist Rektorin Alexandra Hubich bekannt. Äußern möchte sie sich dazu nicht. Die Gemeinde hingegen weist die Schuld von sich. Die Planungs- und Ausführungsarbeiten rund um die Brandschutztüren sind extern vergeben worden, teilt Rathaus-Sprecherin Ute Leitner mit. „Unser Bauamt bekam erst bei der Abnahme Kenntnis von der fehlerhaften Ausführung.“ Es kümmert sich aber schnellstmöglich darum, das Problem aus der Welt zu schaffen. 

Auch interessant

Kommentare