In Regensburger Gefängnis

Häftlinge rauchen Kräuter und müssen ins Krankenhaus

Regensburg - Weil sie eine unbekannte Kräutermischhung geraucht haben, sind vier Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Regensburg ins Krankenhaus.

Die Männer seien nach dem Rauchen in Ohnmacht gefallen, teilte die Polizei mit. Wie die Männer an die Kräuter kamen, ist unbekannt. Auch zum Gesundheitszustand der Männer konnte die Polizei noch keine Angabe machen.

Bei der Mischung handelt es sich laut Polizei womöglich um ein sogenanntes „Legal High“-Produkt. Das sind Stoffe, die als Kräutermischung, Badesalz oder Lufterfrischer deklariert werden. Sie stellten eine vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen dar, teilte die Polizei mit. Viele Hersteller hätten sich darauf spezialisiert, die in den Produkten enthaltenen Substanzen chemisch leicht zu verändern. Dadurch fielen sie nicht mehr unter das strenge Betäubungsmittelgesetz. Die Wirkung sei aber oft die gleiche.

In der letzten Zeit mussten in und um Regensburg vermehrt Personen nach dem Rauchen von Kräutermischungen in Krankenhäuser gebracht werden. Die Polizei warnt vor dem Kauf und dem Konsum solcher Mischungen. Niemand könne feststellen, welche Zutaten die Mischung enthalte. Die Folgen beim Gebrauch seien nicht absehbar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-mm

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