Auto bei Durchsuchung stark beschädigt

Nach Söllners Anzeige: Fans sauer auf Polizei

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Hans Söllner hat Anzeige gegen Polizisten erstattet.

München - Weil Polizisten sein Auto bei einer Durchsuchung stark beschädigten, zeigte Hans Söllner die Beamten an. Die Fans des Liedermachers reagieren auf diesen Schritt mit gemischten Gefühlen.

Dreckige Sitze, Lackkratzer und eine kaputte Innentür: Liedermacher Hans Söllner ist stocksauer. Nach einer Durchsuchung seines Autos aufgrund des Verdachts auf Drogenbesitz hinterließen Polizei und Spürhunde Chaos. Es soll ein Schaden von rund 4500 Euro entstanden sein. Das will der Künstler nicht einfach auf sich sitzen lassen - er zeigte die Beamten wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung an. Auf diesen Schritt reagieren seine Fans mit gemischten Gefühlen.

Gemischte Gefühle bei den Fans

Viele User können Söllners Wut auf die Polizisten nachvollziehen. So schrieb etwa ein Facebook-Mitglied unter einen Post des Liedermachers: "Das soll dein Freund und Helfer sein? Pfui Teufel, die sollen den Schaden bezahlen!" Das erwartet auch Hans Söllner von den betroffenen Polizisten. Ein anderer spricht von einer "riesen Sauerei". Früher habe man sie noch "Schutzmann" genannt, heute müsse man dagegen Angst vor ihnen haben, beklagte sich ein weiterer Nutzer. Viele Fans sind sich einig, dass die Beamten mit der Verwüstung nach der Durchsuchung endeutig zu weit gegangen sind: "Dürfen die Polizisten sich jetzt alles erlauben? Keine Entschuldigung und wahrscheinlich nicht mal Schadenersatz. Aber uns immer abkassieren und schikanieren wo's geht."

Zahlreiche Facebook-Mitglieder ärgern sich jedoch über Söllners Aussage, er werde "wie ein 17-jähriger Junkie" behandelt. "Heißt das, den darf man etwa so behandeln?", kritisierte ein User das Zitat des Liedermachers - und erhielt gleich Unterstützung von einem anderen Nutzer, der schrieb: "Aha, also wenn 17-jährige Suchtgiftabhängige schikaniert werden, ist das also verständlich und quasi ok - erst wenn man eine brave bürgerliche Existenz mit Haus und Kind vorzuweisen hat, dann sollte das nicht mehr passieren. Geile Einstellung!"

"Dafür ist er sich nicht zu fein"

Andere User wiederum haben für Hans Söllners Verhalten kein Verständnis und spielen auf seine Vergangenheit an, in der er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein soll. "Wer jahrelang Polizisten als 'Arschlöcher' und 'Wichser' tituliert, braucht sich nicht wundern. Aber jetzt die Rechtsmittel des ach so verachteten Systems zu bemühen, dafür ist er sich nicht zu fein. Neee, auf solche Typen kann ich gar nicht!", machte ein Nutzer seinem Ärger Luft. Für ein weiteres Facebook-Mitglied steht fest: "Sorry, die Polizei war im Recht. Personen, die verdächtig aussehen oder prominent sind, müssen damit rechnen, gefilzt zu werden."

Verdacht auf Drogenmissbrauch hin oder her, in einem Punkt sind sich die meisten User aber einig: "Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt es, mit einer Kontrolle solch einen Schaden anzurichten!"

msa

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