Volksmusikhörer sauer über Entscheidung

Well: "Hörer fühln sich verlorn, warn im BR dahoam"

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Tabea, Hans und Sarah Well (v.l.) sind für einen Verbleib der Volksmusik auf Bayern 1.

München - Der Aufschrei bei einem Großteil der Bevölkerung war groß, als Bayern 1 verkündete, die Volksmusik aus dem Programm streichen zu wollen. Auch der Volksmusiker Hans Well äußert sich nun zum Thema.

Der Protest war zu erwarten, nachdem der Radiosender Bayern 1 seine Entscheidung bekanntgegeben hatte, die Volksmusik aus dem Programm zu streichen. Während der Bayerische Rundfunk die Zuhörer und Fans der Volksmusik mit dem Angebot auf BR Heimat trösten will, gibt es bereits die ersten Gegner dieser Streichung, die eine Petition für die Volksmusik auf Bayern 1 planen.

Auch der bekannte Volksmusiker Hans Well, früheres Mitglied der "Biermösl Blosn" hat sich nun durch ein Protest-Gstanzl im Magazin der Süddeutschen Zeitung zur Entscheidung von Bayern 1 geäußert. Gemeinsam mit seinen beiden Töchtern Tabea an der Geige und Sarah an der Bratsche hat er ein paar Zeilen zum polarisierenden Thema geschrieben und gleichzeitig mit der Ziehharmonika begleitet.

Das sagen Hans Well und seine Töchter

In den Zeilen positionieren sich die drei Musiker ganz klar pro Volksmusik: "Was ned sei derf, derf ned sei", sängt Sarah Well (24) zu Beginn. Sie bittet den heiligen Benedetto, sie vor dem "digitalen Ghetto" zu bewahren. Ihre Schwester Tabea (22) macht den Volksmusik-Fans klar, dass die "Radio-Herrn" auf die Kritik im Volk keine Rücksicht nehmen werden, egal, wie viel protestiert wird.

Hans Well bringt die Situation der B1-Hörer auf den Punkt, "sie fühln sich verlorn und warn im Bayerischen Rundfunk dahoam".

Abschließend rufen die drei Well-Musiker zur Revolution der Volksmusiker auf um die bayerische Tradition zu bewahren. Mit den abschließenden Worten "schiaßts den Intendanten aufn Mond" endet das gut dreiminütige Protest-Gstanzl.

mko

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