Auf dem Gnadenhof in Bad Füssing

Happy End für Zirkusbär Ben?

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Braunbär Ben führte ein tristes Dasein hinter Gittern.

Bad Füssing - Der befreite Zirkusbär Ben soll auf dem Gnadenhof in Bad Füssing bleiben.

Gibt es jetzt doch eine glückliche Wendung im Fall des Zirkusbären Ben? Eigentümer Harry Franz besucht nämlich derzeit seinen Braunen jeden zweiten Tag im Bärenpark Bad Füssing. „Mir gefällt, wie die dort arbeiten“, sagte Bens Dompteur vom Circus Alberti der Plattlinger Zeitung. Er könne sich vorstellen, Ben im Park zu lassen. Der Zirkusdirektor möchte aber verhindern, dass der Bär in Obhut eines Tierschutzvereins kommt. In den Gnadenhof für Bären war das 22 Jahre alte Wildtier gekommen, nachdem das Landratsamt Deggendorf Ben am 14. März wegen tierschutzwidriger Haltung beschlagnahmt hatte.

Wie es mit Zirkusbär Ben aber tatsächlich weitergeht, muss der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheiden. Der Zirkus hatte dort Einspruch gegen die Beschlagnahmung des Bären wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz eingereicht. „Das regelt alles unser Anwalt“, hieß es gestern aus Reihen der Zirkusleute weniger versöhnlich gegenüber der tz.

Ben ist einer der letzten Zirkusbären in Deutschland, nach Angaben der Tierschutzorganisation Vier Pfoten war er sogar der letzte Bär in einem fahrenden Zirkus. Anlass für seine Beschlagnahmung war, dass der Zirkus den Bären zwei Mal innerhalb einer Woche alleine zurückgelassen hatte. Das Landratsamt Deggendorf hatte in Plattling außerdem festgestellt, dass sich der Bär unbetreut, ohne Futter und Wasser, ohne Beschäftigungsmöglichkeit und ohne Zugang zum Außenbereich im fensterlosen Drittel seines Transportwagens befunden hatte.

Bei der Beschlagnahmung des Bären im März war es zu Tumulten zwischen Zirkusmitarbeitern und Tierschützern gekommen. Hoffentlich findet Braunbär Ben jetzt seine wohlverdiente Ruhe.

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